Auf ein Wort!

Oh nein, jetzt treibt sich dieser Spacko auch noch im Netz rum!!! Tut dat Not?!? Aber hallo! Hier gibt es Interviews, Reviews und mehr. Allem gemeinsam: Der ganze Krempel ist komplett von mir! Ob das ein Vor- oder Nachteil ist, muß jeder für sich selbst entscheiden... Was wollt Ihr sonst noch hier sehen? Ideen habe ich reichlich, möchte aber zuerst wissen, was Euch interessiert. Teilt es mir mit, z.B. als Kommentar. Spezielle Fragen zu mir und meiner Arbeit, Lob und Kritik aller Art ("Wie besoffen muß man sein, um so einen Mist zu verzapfen?") - egal was. Bin gespannt, wie sich das hier entwickelt... Haut rein, Ihr Eierbären! Michael P.S. Das Copyright aller Texte auf dieser Seite liegt ausschließlich bei Michael Schübeler.

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HEATHER NOVA – The Way It Feels (EMPIRE-Version)

(Embassy Of Music/Warner) 12 Tracks, 53:54 min. VÖ: 29.5.15 Auf Heather Nova ist Verlaß. Auch die neunte Studioarbeit der 47jährigen ist wieder ein Genuß für jeden, der gerne so tief in Musik versinkt, daß er alles um sich herum vergißt. „The Way It Feels“ entfaltet seinen Zauber allerdings fast widerstrebend. Das entrückte „I´m Air“ habe [...]

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HEATHER NOVA – The Way It Feels (EMPIRE-Version)

30. Mai 2015

(Embassy Of Music/Warner)

12 Tracks, 53:54 min.

VÖ: 29.5.15

Auf Heather Nova ist Verlaß. Auch die neunte Studioarbeit der 47jährigen ist wieder ein Genuß für jeden, der gerne so tief in Musik versinkt, daß er alles um sich herum vergißt. „The Way It Feels“ entfaltet seinen Zauber allerdings fast widerstrebend. Das entrückte „I´m Air“ habe ich zuerst regelrecht überhört! An diese Widerspenstigkeit wird sich sogar mancher Fan, der vier Jahre (und zwei Tage!) auf diese „Prisma-Platte“ gewartet hat, erst gewöhnen müssen.

Demjenigen, der jetzt zum ersten Mal die Welt der Künstlerin von den Bermudas betritt, mag als Orientierungshilfe dienen, worin sie selbst den tieferen Sinn ihres Wirkens sieht: „Ich mag es, etwas Schönes aus etwas Traurigem zu erschaffen, aus einem flüchtigen Augenblick etwas Unvergeßliches zu machen.“

Das ist ihr zweifellos wieder gelungen. Für die Schönheit ihrer Kompositionen kauft man Novas Werke. Titel wie das gemütlich vor sich hin groovende, eigentlich eher würdevoll schreitende „On My Radar“ oder das von einem knarzigen Banjo begleitete und (vermutlich) live eingespielte „Moon River Days“ zeigen endlich wieder einmal die Intensität der leisen Töne. Zudem scheint viele Lieder neben dieser zarten Anmut ein Geheimnis zu umgeben, das einen unaufhörlich lockt, endlich gelüftet zu werden. Um diesen Schatz zu heben, muß man allerdings unbedingt einen Sinn dafür haben, daß hinter den Tönen, die man gerade hört, noch mehr steckt. Etwas, das tiefer geht als nur in die Ohren.

Auch wenn es zunächst nicht so scheinen mag: Alle 12 Songs besitzen den Zauber der Heather Nova. Bei manchen wirkt er sofort, andere ziehen einen erst nach dem fünften, sechsten Hören in ihren Bann. Je reduzierter die Instrumentierung, umso beeindruckender gerät das Ergebnis. Dazu erzählt Heather sanft und eindringlich vom Leben auf den Bermudas („Sea Change“), läßt uns an den Ratschlägen ihrer Mutter teilhaben („Lie Down In The Bed You´ve Made“) oder untersucht in „Lie Down…“ und „Sleeping Dogs“ den Wahrheitsgehalt von Sprichworten. „Lie down in the bed you´ve made. See the clouds, they look like horses.“ faßt dieses Album treffend zusammen.

Eigentlich ein tolles Schlußwort – wenn nicht das Schlagzeug wäre! Sein Einsatz, aber vor allem der Sound wirken oft unpassend. Negativer Höhepunkt ist die zweite Hälfte von „Girl On The Mountain“. Als würde man ein Kissen verkloppen… Andererseits wäre ein Jazzbesen bei jedem Stück auch nicht die optimale Lösung. Ein Dilemma.

Zum Glück kann dieser einzige echte Schwachpunkt das Gelingen dieser Platte nicht ernsthaft gefährden. Dafür sind die Kompositionen zu stark und das oben beschriebene Flair zu intensiv. „This Humanness“ ist einfach nur wunderschön, während „Women´s Hands“, das komplexeste Stück auf „The Way It Feels“, einen mit offenem Mund staunend zurückläßt. Diese prächtige Instrumentierung erwartet man in dieser Form nicht! Ebenfalls ganz groß: „The Archaeologist“. Ein dramatisches Werk. Das hätte selbst Tori Amos nicht von der Festplatte geschubst.

Und wenn Nova am Ende der 54 Minuten in „Moon River Days“ plötzlich „Moon River“ aus „Frühstück bei Tiffany“ vor sich hin summt, hat sie eh gewonnen. Spätestens in dem Moment steht man unter Novas Bann und will gar nicht mehr wissen, was das „Es“ in „The Way It Feels“ eigentlich sein soll.

Dafür stellt das Prisma-Cover den musikalischen Inhalt mit jedem Hören treffender dar. Genau gesagt direkt proportional zur wachsenden Begeisterung für dieses Album. Der Aufforderung „Roll downstream with me!“ kommt man jedenfalls nur zu gerne nach!

Dieses Review erscheint im EMPIRE #111 (3/15)

HEATHER NOVA – The Way It Feels (MAS-Version)

22. Mai 2015

(Embassy Of Music/Warner)

12 Tracks, 53:54 min.

VÖ: 29.5.15

Auf Heather Nova ist Verlaß. Auch die neunte Studioarbeit der 47jährigen ist wieder ein Genuß für jeden, der gerne so tief in Musik versinkt, daß er alles um sich herum vergißt. “The Way It Feels” entfaltet seinen Zauber allerdings fast widerstrebend. Das entrückte “I´m Air” habe ich zuerst regelrecht überhört! An diese Widerspenstigkeit wird sich sogar mancher Fan, der vier Jahre (und zwei Tage) auf diese “Prisma-Platte” gewartet hat, erst gewöhnen müssen.

Demjenigen, der jetzt zum ersten Mal Heather Novas Welt betritt, mag als Orientierungshilfe dienen, worin die Künstlerin selbst den tieferen Sinn ihres Wirkens sieht: “Ich mag es, etwas Schönes aus etwas Traurigem zu erschaffen, aus einem flüchtigen Augenblick etwas Unvergeßliches zu machen.”

Das ist ihr zweifellos wieder gelungen. Ihre Songs klingen, als seien sie durch nichts aus der Ruhe zu bringen. Im Idealfall geht es einem nach dem Genuß dieser CD auch so – wenigstens ein bißchen. Für diese Wirkung und die Schönheit ihrer Kompositionen kauft man Novas CDs. Titel wie das gemütlich vor sich hin groovende, eigentlich eher würdevoll schreitende “On The Radar” oder das mit (vermutlich) einer Ukulele unterlegte und (vermutlich) live eingespielte “Moon River Days” zeigen endlich wieder einmal die Intensität der leisen Töne.

Daß sich diese Anmut oftmals hinter vermeintlich ausgeprägter Schlichtheit verbirgt, ist in gewisser Weise das Geheimnis ihres Erfolges, macht es andererseits jedoch schwierig, neue Fans zu gewinnen. Das ist sehr schade, wird sich aber zumindest mit dem aktuellen Silberling wohl nicht ändern. Dafür haben einfach zu wenige einen Sinn dafür, daß hinter den Tönen, die sie gerade hören, noch mehr steckt. Etwas, das tiefer geht als nur in die Ohren.

Ja, alle 12 Songs auf “The Way It Feels” besitzen den Zauber der Heather Nova, nur eben unterschiedlich stark konzentriert, mal mehr, mal weniger offensichtlich. Gelassen dahingleitende, auf den zweiten Blick alles andere als langweilige Klänge, die eine Oase der Ruhe bilden, ein Refugium zum Runterkommen von unschätzbarem Wert. Diese Ruhe wird gerne mit unspektakulär verwechselt, ein Eindruck, den Nova mit ihrem oftmals spontan improvisiert wirkenden Gesang noch verstärkt.

Generell kann man sagen: Je reduzierter die Instrumentierung, umso beeindruckender das Ergebnis. Dazu erzählt Heather sanft und eindringlich vom Leben auf den Bermudas (“Sea Change”), läßt uns an den Ratschlägen ihrer Mutter teilhaben (“Lie Down In The Bed You´ve Made”) oder untersucht in “Lie Down…” und “Sleeping Dogs” den Wahrheitsgehalt von Sprichworten. “Lie down in the summer grass. See the clouds, they look like horses.” faßt dieses Album sehr schön zusammen.

Ein tolles Schlußwort – wenn nicht das Schlagzeug wäre! Sein Einsatz, aber vor allem der Sound wirken oft unpassend. Negativer Höhepunkt ist die zweite Hälfte von „Girl On The Mountain“. Als würde man ein Kissen verkloppen… Andererseits wäre ein Jazzbesen bei jedem Stück auch nicht der Weisheit letzter Schluß. Ein Dilemma.

Zum Glück kann dieser einzige echte Schwachpunkt das Gelingen dieser Platte nicht ernsthaft gefährden. Dafür sind die Kompositionen zu stark. „This Humanness“ ist einfach nur wunderschön, während „Women´s Hands“, das komplexeste Stück auf „The Way It Feels“, einen mit offenem Mund zurückläßt. Diese prächtige Orchestrierung erwartet man in dieser Form nicht! Dann ist da noch „The Archealogist“. Ein dramatisches Werk. Das hätte selbst Tori Amos nicht von der Festplatte geschubst. Und wenn Nova am Ende der 54 Minuten in „Moon River Days“ plötzlich „Moon River“ aus “Frühstück bei Tiffany” vor sich hin summt, hat sie gewonnen. Spätestens in dem Moment will man gar nicht mehr wissen, was das „Es“ in „The Way It Feels“ eigentlich sein soll.

Dafür stellt das Prisma-Cover den musikalischen Inhalt mit jedem Hören treffender dar. Der Aufforderung „Roll downstream with me!“ kommt man nur zu gerne nach!

Dieses Review erscheint auf Musikansich.de

HEATHER NOVA – The Way It Feels (2. Entwurf)

21. Mai 2015

(Embassy Of Music/Warner)

12 Tracks, 53:54 min.

VÖ: 29.5.15

Auf Heather Nova ist Verlaß. Auch die neunte Studioarbeit der 47jährigen ist wieder ein Genuß für jeden, der gerne so tief in Musik versinkt, daß er alles um sich herum vergißt. Deren wahre Schönheit verbirgt sich gerade bei der Künstlerin von den Bermudas oftmals fast zu gut hinter vermeintlicher Schlichtheit.

Das wie ein sanft ansteigender Hügel aufgebaute „Treehouse“ gibt die Stimmung für die nächsten 54 Minuten vor. Allerdings war ich von der Zeile „Treehouse in the trees“ zunächst ein wenig verwirrt. „Baumhaus in den Bäumen“… Wo denn sonst, auf dem Mond?! Ey, das nennt man Poesie, Mann! Kurz geschüttelt und auf die Musik konzentriert.

Die bietet 12 Mal in variierender Konzentration alles, was man an Novas Werken schätzt: Gelassene, auf den zweiten Blick alles andere als langweilige Klänge, die eine Oase der Ruhe bilden, ein Refugium von unschätzbarem Wert in immer hektischer werdenden Zeiten. Für Titel wie das gemütlich vor sich hin groovende, nein, eigentlich eher würdevoll schreitende, durch nichts aus der Ruhe zu bringende „On The Radar“ oder das mit (vermutlich) einer Ukulele unterlegte „Moon River Days“, das klingt, als wäre es in einem Take eingespielt worden, kauft man Novas Platten. Diese Ruhe wird gerne mit unspektakulär verwechselt, ein Eindruck, den die Sängerin mit ihrem oft entrückt und spontan improvisiert klingenden Gesang noch verstärkt.

Generell kann man sagen: Je reduzierter die Instrumentierung, umso beeindruckender das Ergebnis. Dazu erzählt Heather sanft und eindringlich vom Leben auf den Bermudas („Sea Change“), läßt uns an den Ratschlägen ihrer Mutter teilhaben („Lie Down In The Bed You´ve Made“) oder untersucht in “Lie Down…” und “Sleeping Dogs” den Wahrheitsgehalt von Sprichworten.  „Lie down in the summer grass. See the clouds, they look like horses.“ faßt dieses Album sehr schön zusammen.

Ein tolles Schlußwort – wenn nicht das Schlagzeug wäre! Sein Einsatz, aber vor allem der Sound passen oft nicht. Negativer Höhepunkt ist die zweite Hälfte von „Girl On The Mountain“. Als würde man ein Kissen verkloppen… Andererseits wäre ein Jazzbesen bei jedem Stück auch nicht der Weisheit letzter Schluß. Ein Dilemma.

Zum Glück kann dieser einzige echte Schwachpunkt das Gelingen dieser Platte nicht ernsthaft gefährden. Dafür sind die Kompositionen zu stark. „This Humanness“ ist einfach nur wunderschön, während „Women´s Hands“, das komplexeste Stück auf „The Way It Feels“, einen mit offenem Mund zurückläßt. Das erwartet man in dieser Form nicht! Diese prächtige Orchestrierung!! Nicht zu vergessen „The Archealogist“. Ein dramatisches Werk. Das hätte selbst Tori Amos nicht von der Festplatte geschubst. Und wenn Heather Nova in „Moon River Days“ plötzlich „Moon River“ vor sich hin summt, hat sie eh gewonnen. Spätestens in dem Moment will man gar nicht mehr wissen, was das „Es“ in „The Way It Feels“ eigentlich sein soll. Dafür stellt das Prisma-Cover den musikalischen Inhalt mit jedem Hören treffender dar. Der Aufforderung „Roll downstream with me!“ kommt man nur zu gerne nach!