Auf ein Wort!

Oh nein, jetzt treibt sich dieser Spacko auch noch im Netz rum!!! Tut dat Not?!? Aber hallo! Hier gibt es Interviews, Reviews und mehr. Allem gemeinsam: Der ganze Krempel ist komplett von mir! Ob das ein Vor- oder Nachteil ist, muß jeder für sich selbst entscheiden... Was wollt Ihr sonst noch hier sehen? Ideen habe ich reichlich, möchte aber zuerst wissen, was Euch interessiert. Teilt es mir mit, z.B. als Kommentar. Spezielle Fragen zu mir und meiner Arbeit, Lob und Kritik aller Art ("Wie besoffen muß man sein, um so einen Mist zu verzapfen?") - egal was. Bin gespannt, wie sich das hier entwickelt... Haut rein, Ihr Eierbären! Michael P.S. Das Copyright aller Texte auf dieser Seite liegt ausschließlich bei Michael Schübeler.

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DGM – Change Direction (Amazon-Version)

(99th Floor/Point Music) Spätestens seit RHAPSODY wird Rock/Metal aus Italien ernstgenommen. Daß dies zu Recht geschieht, beweisen DGM aus Rom eindrucksvoll. Das sehr ansprechende Cover verspricht keineswegs zuviel: “Change Direction” hat einen futuristischen Touch, der den unvoreingenommenen Progressive Metal-Liebhaber zu faszinieren weiß. Erstaunlich ist, daß kein Instrument im Vordergrund steht; allein die Songs dominieren. Von diesen [...]

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Aktuelle Interviews

DGM – Change Direction (Amazon-Version)

29. Juli 2015

(99th Floor/Point Music)

Spätestens seit RHAPSODY wird Rock/Metal aus Italien ernstgenommen. Daß dies zu Recht geschieht, beweisen DGM aus Rom eindrucksvoll. Das sehr ansprechende Cover verspricht keineswegs zuviel: “Change Direction” hat einen futuristischen Touch, der den unvoreingenommenen Progressive Metal-Liebhaber zu faszinieren weiß.

Erstaunlich ist, daß kein Instrument im Vordergrund steht; allein die Songs dominieren. Von diesen möchte ich an dieser Stelle keinen hervorheben, denn erst alle zusammen ergeben die Soundcollage, die einen immer wieder dazu verführt, die Kopfhörer aufzusetzen und in eine ferne, bessere Welt zu entschweben.

Obwohl sich Bella Italia auch gesangsmäßig längst nicht mehr verstecken muß, verleiht das Instrumental “Flyin´ Fantasy” dieser außergewöhnlichen Debüt-CD den perfekten Abschluß.

Dieses Review erschien auf Amazon.de

UFO – A Conspiracy Of Stars (EMPIRE-Version)

27. Juli 2015

(Steamhammer/SPV)

11 Tracks, 50:34 min.

VÖ: 20.2.15

Auf das neue, nach einer Zeile aus einem unvollendeten Lied benannte Werk von UFO war ich gespannt wie ein Flitzebogen, habe es dann aber doch nicht geschafft, mir „A Conspiracy Of Stars“ zeitnah zuzulegen. Ihr laut ihrer eigenen Webseite mittlerweile 22. Studio-Output – sie zählen die EP „Ain´t Misbehavin´“ von 1988 offenbar als vollwertigen Release – enthält einerseits Songs, die einen sofort begeistern, daneben aber auch diverse vermeintlich unauffällige Stücke, die man sich erst erarbeiten muß.

In die erste Kategorie fallen „Ballad Of The Left Hand Gun“ mit einer Wahnsinns-Bottleneck-Einlage am Anfang und einem dezenten Blues-Unterton, die hemdsärmelige und gerade deshalb ungemein charmante Liebeserklärung „Precious Cargo“, vor allem aber „Sugar Cane“, das Herzstück der in der Digi-Version knapp 51 Minuten von „A Conspiracy Of Stars“. Klingt ein wenig wie „The Wild One“, die Paradenummer des Moore-Einstands „You Are Here“ von 2004; zwar im Tempo um rund die Hälfte gedrosselt, aber mindestens genauso intensiv. 6 Minuten randvoll mit zeitlosem, einfach schönem Hardrock zum Genießen! Vinnie Moores fließende Riffs, Licks und Soli und die Stimme von Phil Mogg mit ihrer einzigartigen Charakteristik, die von Jahr zu Jahr souveräner zu klingen scheint, harmonieren so prächtig wie noch nie. Die Beiden verstehen sich nach 11 Jahren blind, und das macht es einem leicht, nach und nach die Qualität von „Messiah Of Love“, „Rollin´ Rollin´“ und besonders „Devil´s In The Detail“ zu erkennen. Wie konnte mir die Klasse der Nummer beim ersten Hören verborgen bleiben?!?

Nur „One And Only“ aus der Feder von Bassist Rob De Luca gefällt mir nicht so gut (Sorry, Rob!), aber in dem Moment, wenn Moore zum Solo ansetzt, ist das vergessen. Der ebenfalls vom früheren SPREAD EAGLE-Tieftöner beigesteuerte Opener „The Killing Kind“ ist dennoch ein anderes Kaliber! Dasselbe gilt für das von Paul Raymond geschriebene „The Real Deal“, bei dem der Keyboarder wie im Konzert auch die Rhythmusgitarre übernimmt. Klingt nach den heutigen DEEP PURPLE, ist interessant und vor allem richtig gut! Auf einer Stufe damit bewegt sich der klassische Hardrocker „Run Boy Run“. Der von Raymond und De Luca in Gemeinschaftsarbeit komponierte Bonustrack „King Of The Hill“ ist zwar nur 2:40 Minuten lang, aber ganz gewiß nicht die schlechteste Nummer hierdrauf, sondern ganz im Gegenteil ein amtlicher Kracher, für UFO-Verhältnisse sogar speedig!

Obwohl das Schlagzeug kaum Durchschlagskraft besitzt, man die Baßdrum nur erahnen kann und Andy Parker von seinem Stil her ohnehin viel unauffälliger trommelt als Jason Bonham, ist „A Conspiracy Of Stars“ UFOs beste Arbeit seit „You Are Here“. Daß Weltklasse-Produzent Chris Tsangarides (JUDAS PRIEST, THIN LIZZY, Gary Moore und viele, viele mehr) alle anderen Instrumente glänzend in Szene gesetzt hat, macht es um so unverständlicher, daß man regelrecht in die Boxen hineinkriechen muß, um die Drums wahrzunehmen. Vielleicht hätte FAIR WARNING-Gitarrist Helge Engelke beim Mastern noch was retten können, wer weiß?

Das Erstaunliche: Selbst diese eklatante Schwäche kann dieser Platte kaum etwas anhaben. In gewisser Weise zeigt gerade dieser Umstand ihre Klasse stärker als alle genannten Vorzüge. Alles in allem eine überragende Leistung der Hardrock-Großmeister!

Dieses Review erscheint im EMPIRE #112 (4/15)

 

UFO – A Conspiracy Of Stars (Amazon-Version)

27. Juli 2015

(Steamhammer/SPV)

11 Tracks, 50:34 min.

VÖ: 20.2.15

Auf das neue, nach einer Zeile aus einem unvollendeten Lied benannte Werk von UFO war ich gespannt wie ein Flitzebogen, habe es dann aber doch nicht geschafft, mir „A Conspiracy Of Stars“ zeitnah zuzulegen. Ihr laut ihrer eigenen Webseite mittlerweile 22. Studio-Output – sie zählen die EP „Ain´t Misbehavin´“ von 1988 offenbar als vollwertigen Release – enthält einerseits Songs, die einen sofort begeistern, daneben aber auch diverse vermeintlich unauffällige Stücke, die man sich erst erarbeiten muß.

In die erste Kategorie fallen „Ballad Of The Left Hand Gun“ mit einer Wahnsinns-Bottleneck-Einlage am Anfang und einem dezenten Blues-Unterton, die hemdsärmelige und gerade deshalb ungemein charmante Liebeserklärung „Precious Cargo“, vor allem aber „Sugar Cane“, das Herzstück der in der Digi-Version knapp 51 Minuten von „A Conspiracy Of Stars“. Klingt ein wenig wie „The Wild One“, die Paradenummer des Moore-Einstands „You Are Here“ von 2004; zwar im Tempo um rund die Hälfte gedrosselt, aber mindestens genauso intensiv. 6 Minuten randvoll mit zeitlosem, einfach schönem Hardrock zum Genießen! Vinnie Moores fließende Riffs, Licks und Soli und die Stimme von Phil Mogg mit ihrer einzigartigen Färbung und Charakteristik, die von Jahr zu Jahr souveräner zu klingen scheint, harmonieren so prächtig wie noch nie. Die Beiden verstehen sich nach 11 Jahren blind, und das macht es einem leicht, nach und nach die Qualität von „Messiah Of Love“, „Rollin´ Rollin´“ und besonders „Devil´s In The Detail“ zu erkennen. Wie konnte mir die Klasse der Nummer beim ersten Hören verborgen bleiben?!?

Nur „One And Only“ aus der Feder von Bassist Rob De Luca gefällt mir nicht so gut (Sorry, Rob!), aber in dem Moment, wenn der ehemalige Shredder Moore, der seine Spielweise für UFO umstellte, zum Solo ansetzt, ist das vergessen. Der ebenfalls vom früheren SPREAD EAGLE-Tieftöner beigesteuerte Opener „The Killing Kind“ ist dennoch ein anderes Kaliber! Dasselbe gilt für das von Keyboarder Paul Raymond geschriebene „The Real Deal“, bei dem der Keyboarder wie im Konzert auch die Rhythmusgitarre übernimmt. Klingt nach den heutigen DEEP PURPLE, ist interessant und vor allem richtig gut! Auf einer Stufe damit bewegt sich der klassische Hardrocker „Run Boy Run“. Der von Raymond und De Luca in Gemeinschaftsarbeit komponierte Bonustrack „King Of The Hill“ ist zwar nur 2:40 Minuten lang, aber ganz gewiß nicht die schlechteste Nummer hierdrauf, sondern ganz im Gegenteil ein amtlicher Kracher, für UFO-Verhältnisse sogar speedig!

Obwohl das Schlagzeug kaum Durchschlagskraft besitzt, man die Baßdrum nur erahnen kann und Andy Parker von seinem Stil her ohnehin viel unauffälliger trommelt als Jason Bonham, ist „A Conspiracy Of Stars“ UFOs beste Arbeit seit „You Are Here“. Daß Weltklasse-Produzent Chris Tsangarides (JUDAS PRIEST, THIN LIZZY, Gary Moore und viele, viele mehr) alle anderen Instrumente glänzend in Szene gesetzt hat, macht es um so unverständlicher, daß man regelrecht in die Boxen hineinkriechen muß, um die Drums wahrzunehmen. Vielleicht hätte FAIR WARNING-Gitarrist Helge Engelke beim Mastern diesbezüglich noch was retten können, wer weiß?

Das Erstaunliche: Selbst diese eklatante Schwäche kann dieser Platte kaum etwas anhaben. In gewisser Weise zeigt gerade dieser Umstand ihre Klasse stärker als alle genannten Vorzüge.

Dieses Review erschien auf Amazon.de