Auf ein Wort!

Oh nein, jetzt treibt sich dieser Spacko auch noch im Netz rum!!! Tut dat Not?!? Aber hallo! Hier gibt es Interviews, Reviews und mehr. Allem gemeinsam: Der ganze Krempel ist komplett von mir! Ob das ein Vor- oder Nachteil ist, muß jeder für sich selbst entscheiden... Was wollt Ihr sonst noch hier sehen? Ideen habe ich reichlich, möchte aber zuerst wissen, was Euch interessiert. Teilt es mir mit, z.B. als Kommentar. Spezielle Fragen zu mir und meiner Arbeit, Lob und Kritik aller Art ("Wie besoffen muß man sein, um so einen Mist zu verzapfen?") - egal was. Bin gespannt, wie sich das hier entwickelt... Haut rein, Ihr Eierbären! Michael P.S. Das Copyright aller Texte auf dieser Seite liegt ausschließlich bei Michael Schübeler.

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TOMMY SHAW – The Great Divide (EMPIRE-Version)

TOMMY SHAW – The Great Divide (Pazzo Music/US-Import) 11 Tracks, 33:26 min. VÖ: 22.3.11 Das älteste in dieser Ausgabe besprochene Album stammt von Tommy Shaw und ist “etwas” anders als das, was man von dem Gitarristen und Sänger von seinen Solowerken und STYX her gewohnt ist. Hierzulande dürfte kaum jemand mitbekommen haben, daß Shaw nach mehreren Solo-Arbeiten 2011 [...]

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TOMMY SHAW – The Great Divide (EMPIRE-Version)

27. Juli 2016

TOMMY SHAW – The Great Divide

(Pazzo Music/US-Import)

11 Tracks, 33:26 min.

VÖ: 22.3.11

Das älteste in dieser Ausgabe besprochene Album stammt von Tommy Shaw und ist “etwas” anders als das, was man von dem Gitarristen und Sänger von seinen Solowerken und STYX her gewohnt ist. Hierzulande dürfte kaum jemand mitbekommen haben, daß Shaw nach mehreren Solo-Arbeiten 2011 sein erstes Bluegrass-Album herausgebracht hat, zumal nur in den USA. Diese Musik ist scheinbar ungeeignet für Europa, weil es die amerikanischere Form von Country ist. Das mag zunächst ein Widerspruch sein, aber das geht tatsächlich!

Viel wichtiger jedoch: Wieder einmal lohnt sich ein Blick über den Tellerrand, wie wir gleich sehen werden.

Für „The Great Divide“ hat Tommy Shaw alleine und zusammen mit Top-Komponisten einen Schwung Songs geschrieben, von denen er hier elf vorstellt. Man hört jeder Note der leider gerade einmal 33 Minuten an, daß es dem Vollblutmusiker eine Herzensangelegenheit war, diese Platte zu machen. Ihm lag so viel daran, daß er sich im Tourbus von STYX selbst das Banjospielen beibrachte! Dabei spielt er dieses Instrument auf diesen Aufnahmen gar nicht, dafür Dobro/Resonatorgitarre, Mandoline und Akustikgitarre. Nachdem der kreative Prozeß abgeschlossen war, hat Shaw die Songs mit diversen Cracks der Bluegrass-Szene eingespielt, und der Spaß und Enthusiasmus aller Beteiligten verleiht der Musik eine ungeheure Vitalität, die einen vom ersten Moment an packt und nicht mehr losläßt.

Da fällt es schwer, einzelne Lieder herauszugreifen. Aber „Shadows In The Moonlight“ und „The Great Divide“ müssen sein, weil sie so traurig und einfach wunderschön sind. Beim Titelstück und „Afraid To Love“ hat Bluegrass/Country-Superstar Alison Krauss den Backgroundgesang übernommen. Sie hatte Shaw und seine Frau bei einem ihrer Konzerte erspäht und ihn ihrem Publikum daraufhin als „einen ihrer Lieblingssänger“ vorgestellt. Sie war damit mitverantwortlich dafür, daß die Sache ins Rollen kam, an deren Ergebnis wir uns jetzt ergötzen können.

„Back In The Kitchen“ beschwingt auch den letzten Griesgram. „Cavalry“ macht Melodiesüchtige selig. An der 50-Sekunden-Jamsession in „The Next Right Thing“ würden sich etliche, auch versierte Gitarristen selbst ohne den Fiddleteil die Gräten brechen. „Get On The One“ rast dahin wie der Zug, von dem es handelt. Und „Give ´em Hell Harry“ erzählt so wortreich von US-Präsident Harry Truman, daß man unwillkürlich an das Debüt von Bruce Springsteen denken muß, das in dieser Hinsicht als Rekordhalter gilt.

Tommy Shaw, der von Bluegrass-Musik seit seiner Jugend in Alabama begeistert war, „weil man darin Geschichten erzählen kann, die im Rock´n´Roll nicht gehen“, spricht von „Story-Songs“ und sagt über „The Great Divide“: „Es ist eine Geschichte über die Liebe und das Leben, über Glück und Hoffnung, über Verlust und Entdeckung. Es ist die Geschichte einer Reise und handelt im Grunde davon, den Weg nach Hause zu finden.“

Dem ist wenig hinzuzufügen. Außer, daß „The Great Divide“ mit tollen, abwechslungsreichen Songs und überragender Musikalität insbesondere auf allen Arten von Saiteninstrumenten und Spitzengesang begeistert – und wird damit auch für EMPIRE-Leser interessant. Der Zuckerguß sind die Texte; zweifellos die besten, die Tommy Shaw in seiner langen Karriere geschrieben hat. Kein Wunder, daß er mit seiner ersten Arbeit in diesem Bereich in der Bluegrass-Szene auf Anhieb akzeptiert wurde. Viele Songs auf „The Great Divide“ klingen wie Traditionals! Das zeigt am deutlichsten die umfassende Qualität dieses in Europa immer noch (und vermutlich für alle Zeiten) verkannten Künstlers.

Dieses Review erschien im EMPIRE #117 (4/16)

TOMMY SHAW – The Great Divide (Amazon-Version)

27. Juli 2016

(Pazzo Music/US-Import)

11 Tracks, 33:26 min.

VÖ: 22.3.11

Man kennt Tommy Shaw als Gitarrist und Sänger der amerikanischen Pomp Rock-Band STYX. Hierzulande dürften nur die wenigsten mitbekommen haben, daß Shaw 2011 ein Bluegrass-Album herausgebracht hat, und das nur in den USA. Diese Musik ist scheinbar ungeeignet für Europa, weil es die amerikanischere Form von Country ist. Ja, das geht tatsächlich!

Für „The Great Divide“ hat Tommy Shaw alleine und zusammen mit Top-Komponisten einen Schwung Songs geschrieben, von denen er hier elf vorstellt. Man hört jeder Note der leider gerade einmal 33 Minuten an, daß es dem Vollblutmusiker eine Herzensangelegenheit war, diese Platte zu machen. Ihm lag so viel daran, daß er sich im Tourbus von STYX selbst das Banjospielen beibrachte! Dabei spielt er dieses Instrument auf diesen Aufnahmen gar nicht, dafür Dobro/Resonatorgitarre, Mandoline und Akustikgitarre. Nachdem der kreative Prozeß abgeschlossen war, hat Shaw die Songs mit diversen Cracks der Bluegrass-Szene eingespielt, und der Spaß und Enthusiasmus aller Beteiligten verleiht der Musik eine ungeheure Vitalität, die einen vom ersten Moment an packt und nicht mehr losläßt.

Da fällt es schwer, einzelne Lieder herauszugreifen. Aber „Shadows In The Moonlight“ und „The Great Divide“ müssen sein, weil sie so traurig und einfach wunderschön sind. Beim Titelstück und „Afraid To Love“ hat Bluegrass/Country-Superstar Alison Krauss den Backgroundgesang übernommen. Sie hatte Shaw und seine Frau bei einem ihrer Konzerte erspäht und ihn ihrem Publikum daraufhin als „einen ihrer Lieblingssänger“ vorgestellt. Sie war damit mitverantwortlich dafür, daß die Sache ins Rollen kam, deren Ergebnis uns jetzt vorliegt.

„Back In The Kitchen“ beschwingt auch den letzten Griesgram. „Cavalry“ macht Melodiesüchtige selig. An der 50-Sekunden-Jamsession in „The Next Right Thing“ würden sich etliche, auch versierte Gitarristen selbst ohne den Fiddleteil die Gräten brechen. „Get On The One“ rast dahin wie der Zug, von dem es handelt. Und „Give ´em Hell Harry“ erzählt so wortreich von US-Präsident Harry Truman, daß man unwillkürlich an das Debüt von Bruce Springsteen denken muß.

Tommy Shaw, der von Bluegrass-Musik seit seiner Jugend in Alabama begeistert war, „weil man darin Geschichten erzählen kann, die im Rock´n´Roll nicht gehen“, spricht von „Story-Songs“ und sagt über „The Great Divide“: „Es ist eine Geschichte über die Liebe und das Leben, über Glück und Hoffnung, über Verlust und Entdeckung. Es ist die Geschichte einer Reise und handelt im Grunde davon, den Weg nach Hause zu finden.“

Dem ist wenig hinzuzufügen. Außer, daß „The Great Divide“ mit tollen, abwechslungsreichen Songs und überragender Musikalität insbesondere auf allen Arten von Saiteninstrumenten und Spitzengesang begeistert – auch Menschen, die mit Bluegrass gar nichts anfangen können. Der Zuckerguß sind die Texte; zweifellos die besten, die Tommy Shaw in seiner langen Karriere geschrieben hat. Kein Wunder, daß er mit seiner ersten Arbeit in diesem Bereich in der Bluegrass-Szene auf Anhieb akzeptiert wurde. Viele Songs auf „The Great Divide“ klingen wie Traditionals! Das zeigt am deutlichsten die umfassende Qualität dieses in Europa immer noch (und vermutlich für alle Zeiten) verkannten Künstlers.

Dieses Review erschien auf Amazon.de

TOMMY SHAW – The Great Divide (Originalversion)

27. Juli 2016

(Pazzo Music/US-Import)

11 Tracks, 33:26 min.

VÖ: 22.3.11

Man kennt Tommy Shaw als Gitarrist und Sänger der amerikanischen Pomp Rock-Band STYX. Hierzulande dürften nur die wenigsten mitbekommen haben, daß Shaw 2011 ein Bluegrass-Album herausgebracht hat, und das auch nur in den USA. Bluegrass ist so etwas wie die uramerikanische Form von Country und insofern „ungeeignet“ für Europa.

Für „The Great Divide“ hat Tommy Shaw alleine oder mit versierten Komponisten eine Reihe Songs geschrieben, von denen er hier elf vorstellt. Man hört jeder Note der leider gerade einmal 33 Minuten an, daß es Shaw eine Herzensangelegenheit war, diese Platte zu machen. Ihm lag so viel daran, daß es sich im Tourbus von STYX selbst das Banjospielen beibrachte! Dabei spielt er dieses Instrument auf dieser Platte selbst gar nicht, dafür Dobro/Resonatorgitarre, Mandoline und Akustikgitarre. Die Songs hat Shaw zusammen mit diversen Cracks der Bluegrass-Szene eingespielt, und der Spaß und Enthusiasmus aller Beteiligten verleiht der Musik eine ungeheure Vitalität, die einen vom ersten Moment an packt und nicht mehr losläßt. Da fällt es schwer, einzelne Lieder herauszugreifen. Aber „Shadows In The Moonlight“ muß sein, weil es einfach wunderschön ist. „Back In The Kitchen“ beschwingt auch den letzten Griesgram. Bei „Afraid To Love“ und dem Titelstück „The Great Divide“ hat Bluegrass/Country-Superstar Alison Krauss den Backgroundgesang übernommen. Sie hatte Shaw und seine Frau bei einem ihrer Konzerte entdeckt und ihn dem Publikum als einen ihrer Lieblingssänger vorgestellt. An der 50-Sekunden-Jamsession in „The Next Right Thing“ würden sich etliche versierte Gitarristen die Gräten brechen (selbst wenn man den Fiddleteil abzieht). „Get On The One“ rast dahin wie der Zug, von dem es handelt. Und „Give ´em Hell Harry“ über US-Präsident Harry Truman ist so wortreich, daß man unwillkürlich an das Debüt von Bruce Springsteen denken muß.

Tommy Shaw selbst, der von Bluegrass-Musik seit seiner Jugend in Alabama begeistert war, „weil man Geschichten erzählen kann, die im Rock´n´Roll nicht gehen“, spricht von „Story-Songs“ und sagt über „The Great Divide“: „Es ist eine Geschichte über die Liebe und das Leben, über Glück und Hoffnung, über Verlust und Entdeckung. Es ist die Geschichte einer Reise und handelt im Grunde davon, den Weg nach Hause zu finden.“

Dem ist wenig hinzuzufügen. Außer daß „The Great Divide“ mit tollen Songs, überragender Musikalität insbesondere auf allen Arten von Saiteninstrumenten und Spitzengesang begeistert – auch Menschen, die mit Bluegrass gar nichts anfangen können. Der Zuckerguß sind die Texte; zweifellos die besten, die Tommy Shaw in seiner langen Karriere geschrieben hat. Kein Wunder, daß er mit seiner ersten Arbeit in diesem Bereich in der Bluegrass-Szene auf Anhieb akzeptiert wurde. Viele Songs auf „The Great Divide“ klingen wie Traditionals! Das zeigt am deutlichsten die umfassende Qualität dieses in Europa immer noch verkannten Künstlers.