Auf ein Wort!

Oh nein, jetzt treibt sich dieser Spacko auch noch im Netz rum!!! Tut dat Not?!? Aber hallo! Hier gibt es Interviews, Reviews und mehr. Allem gemeinsam: Der ganze Krempel ist komplett von mir! Ob das ein Vor- oder Nachteil ist, muß jeder für sich selbst entscheiden... Was wollt Ihr sonst noch hier sehen? Ideen habe ich reichlich, möchte aber zuerst wissen, was Euch interessiert. Teilt es mir mit, z.B. als Kommentar. Spezielle Fragen zu mir und meiner Arbeit, Lob und Kritik aller Art ("Wie besoffen muß man sein, um so einen Mist zu verzapfen?") - egal was. Bin gespannt, wie sich das hier entwickelt... Haut rein, Ihr Eierbären! Michael P.S. Das Copyright aller Texte auf dieser Seite liegt ausschließlich bei Michael Schübeler.

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BON JOVI – Burning Bridges (MAS-Version)

Das Resümee diesmal gleich zu Beginn: Das „neue“ Album von Bon Jovi ist der hinterletzte Mist! Und zwar in jeder Hinsicht! Für diesen Inhalt und diese Form gehört Jon Bon Jovi (denn er hat das alleinige Sagen; eine Band ist das hier längst nicht mehr!) und dem Label kollektiv der Arsch versohlt. Oder besser nicht: [...]

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Aktuelle Interviews

BON JOVI – Burning Bridges (MAS-Version)

04. Februar 2016

Das Resümee diesmal gleich zu Beginn: Das „neue“ Album von Bon Jovi ist der hinterletzte Mist! Und zwar in jeder Hinsicht! Für diesen Inhalt und diese Form gehört Jon Bon Jovi (denn er hat das alleinige Sagen; eine Band ist das hier längst nicht mehr!) und dem Label kollektiv der Arsch versohlt. Oder besser nicht: Am Ende gefällt denen das noch…

Selbst das laue Lüftchen, das durch den Vorgänger What About Now (frei übersetzt: „Un watt jetz?“ – Auf die Antwort, die den Amis auf diese Frage eingefallen ist, hätte ich gerne verzichtet!) waberte, hat sich verflüchtigt. Selbst vor dem Hintergrund, dass sich Bon Jovi nach 32 Jahren im Streit von ihrer Plattenfirma Mercury getrennt haben und dieses 13. Studioalbum lediglich der Vertragserfüllung dient, darf man den Käufer nicht derart verprellen. Es gibt keine Interviews oder sonstige Promoaktivitäten, die Platte erscheint auch nicht wie sonst üblich in 1000 verschiedenen Formaten, sondern nur in EINER Version – OHNE BOOKLET!!!!! Ich könnte kotzen! Da drängt sich massiv der Eindruck auf, dass JBJ und seine Erfüllungsgehilfen für ihre treuen Anhänger nur Verachtung übrig haben.

Der Einzige, der sich ernsthaft bemüht – und damit die erste Null-Punkte-Wertung in der Geschichte von musikansich.de verhindert –, ist ein Außenstehender: John Shanks, der mir einst als Gitarrist von Melissa Etheridge wohlige Schauer über den Rücken jagte und der heute ein gefeierter Produzent ist, rettet mit seinem melodischen Gespür an der Gitarre was zu retten ist. Seine herausragende Einlage in „Fingerprints“ ist der einsame Höhepunkt dieser ansonsten erbärmlichen Platte. Dieses Solo markiert den einzigen Moment, der wirklich mitreißt, in dem wenigstens ein dünnes Rinnsal Adrenalin fließt.

Ansonsten klingt Burning Bridges selbst im Titelstück, einer notdürftig als Country-Akustik-Liedchen getarnten bitteren Abrechnung mit dem früheren Arbeitgeber, wie das, was es ist: eine Resteverwertung. In die nicht mehr Zeit und Mühe als unbedingt nötig investiert wurde.

Aus „We All Fall Down“ etwa hätte man allein vom Titel her etwas viel Dramatischeres machen können, ein richtiges kleines Epos. Blöd nur, dass gar nicht vorgesehen war, etwas zu schaffen, das irgendeine Art von Klasse besitzt.

Natürlich strotzt Burning Bridges trotzdem nur so vor gefälligen Melodien und langweilt dennoch bereits während des ersten Durchlaufs unsagbar. Von der vermeintlichen Eingängigkeit darf man sich nicht täuschen lassen: Die Melodien sind samt und sonders aus Routine entstanden. Hooklines wie diese schüttelt JBJ im Tiefschlaf aus dem Ärmel. Seele? „Ach was, die hab´ ich doch längst dem Teufel des Kommerzes verkauft!“ Keine Tiefe, kein Drive, null Feeling – gar nichts.

Burning Bridges ist ein Armutszeugnis und nicht einmal einen müden Euro wert. Kein Wunder, dass einem das Ding mittlerweile hinterhergeschmissen wird. Ein neues Werk ist noch für dieses Jahr angekündigt. Wenn das nicht der Mega-Überhammer wird, verwandelt sich der grandiose Neustart in den letzten Sargnagel für Bon Jovi.

Bis dahin empfehle ich, sich an Ex-Gitarrist Richie Sambora und seine exzellenten Soloarbeiten zu halten. Da ist hervorragende Qualität garantiert, mit literweise Herzblut. Und die bessere, weil tiefere und rauere Gesangsstimme als sein Ex-Chef hat Sambora obendrein!

Dieses Review erschien auf musikansich.de

JC CRASH – Electrified (Metal.de-Version)

31. Januar 2016

12 Tracks, 48:35 min.

Label: Alister Records

VÖ: 29.01.2016

Zuerst dachte ich, in „Electrified“ eine CD mit Coversongs in den Griffeln zu halten. Hintereinander stehen da „High ´n Dry“ (DEF LEPPARD), „Down The Drain“ (KROKUS) und „Two Minutes To Midnight“ (IRON MAIDEN), um nur die auffälligsten Titel zu nennen. Doch nein, JC CRASH haben zwar eine Neuinterpretation auf ihrem dritten Album, doch die ist auf Anhieb nicht als solche zu erkennen und ganz hinten versteckt: „Train Of Love“ von Johnny Cash! Bärenstark mit Mundharmonika-Begleitung!!

Bei den 11 eigenen Stücken sind AC/DC auch ohne die Bon Scott-Hommage „Gone But Not Forgotten“ der größte Einfluß, wahlweise eskortiert von KROKUS und RHINO BUCKET oder, wenn es ruhiger wird, KIX. Der größte Trumpf von DC CRASH ist das kratzige Organ von Roland „Rooby“ Rubner. Wer mit so einer Stimme gesegnet ist, kann, ach was, DARF gar nichts anderes singen!

„Electrified“ ist eine geile, puristische Rockscheibe, aber man muß auch klar sagen, daß Nummern wie „Electrified“, „Down The Drain“ oder „Bloody Liar“ erst auf der winzigen Bühne eines stickigen Clubs richtig zum Leben erwachen. Da kommt durch die flottere Spielweise die Rasanz rein, die auf Konserve oftmals fehlt. Mögen die 7 Minuten von „A Boy Named Joy“ und „Seven Year Itch“ den Weg in die Zukunft weisen…

Vielleicht sollten JC CRASH ihre Platten künftig nur noch live einspielen! Immerhin nennen die Aschaffenburger ihre Mucke selbst Pub Rock!!

Dieses Review erschien auf metal.de

BON JOVI – Burning Bridges (Originalversion)

25. Januar 2016

(Island/Universal)

10 Tracks, 40:10 min.

VÖ: 21.8.15

Auf mein Top-Album 2015 muß der geneigte Leser bis zur nächsten Ausgabe warten. Den Stinker des Jahres kann ich hingegen bereits jetzt präsentieren: Es ist das „neue“ Album von BON JOVI. Fast alles, was ich in diesem Heft vorstelle, habe ich vorher gekauft. „Burning Bridges“ ist erst die zweite von mir besprochene Platte, die ich mir lediglich auf YouTube angehört habe. Zum Glück, denn das Ding ist der hinterletzte Mist! Selbst das bißchen Schwung, das der Vorgänger „What About Now“ noch besaß – und der in Wahrheit auch nur ein laues Lüftchen war –, ist weg. Selbst vor dem Hintergrund, daß sich die Gruppe nach 32 Jahren im Streit von ihrer Plattenfirma Mercury getrennt hat und dieses 13. Studioalbum lediglich der Vertragserfüllung dient, kann man den Käufer nicht derart verprellen. Es gibt keine Interviews oder sonstige Promotion, die Platte erscheint nicht wie sonst üblich in 1000 verschiedenen Auflagen, sondern lediglich in EINER Version – OHNE BOOKLET!!!!! Für die „Verpackung“ wie für den Inhalt gehört Band und Label kollektiv der Arsch versohlt. Man bekommt den Eindruck, daß Jon Bon Jovi und seine Erfüllungsgehilfen für ihre treuen Anhänger nur Verachtung übrig haben. Der Einzige, der sich ernsthaft bemüht, ist ein Außenstehender: Produzent John Shanks, der mit seinem melodischen Gespür an der Gitarre herausreißt was er kann. Seine Einlage in „Fingerprints“ ist der einsame Höhepunkt des Albums, der einzige Moment, in dem wenigstens ein Rinnsal Adrenalin fließt. Denn ansonsten klingt „Burning Bridges“ selbst in der bitteren Abrechnung mit dem früheren Arbeitgeber, dem Country-Akustik-Liedchen „Burning Bridges“, wie das, was es ist: eine Resteverwertung. In die nicht mehr Zeit und Mühe als unbedingt nötig investiert wurde. Das hat ein seicht-harmloses Machwerk zur Folge. Aus „We All Fall Down“ etwa hätte man vom Titel her etwas viel Besseres, Dramatischeres machen können, aber das war gar nicht vorgesehen. Natürlich kann man sich „Burning Bridges“ trotz allem gut anhören, auch wenn es bereits während des ersten Durchlaufs unsagbar langweilt. Es strotzt vor gefälligen Melodien. Davon sollte man sich jedoch nicht täuschen lassen: Die sind aus Routine entstanden, JBJ schüttelt solche Hooklines im Schlaf aus dem Ärmel. Seele? „Ach was, die hab´ ich doch längst verkauft!“ Keine Tiefe, kein Drive, kein Feeling – gar nichts. „Burning Bridges“ ist ein Armutszeugnis und nicht einmal einen müden Euro wert. Kein Wunder, daß einem das Ding mittlerweile hinterhergeschmissen wird.

Eigentlich müßte jeder CD ein Entschuldigungsschreiben beiliegen. Platz genug gäbe es ja…