Auf ein Wort!

Oh nein, jetzt treibt sich dieser Spacko auch noch im Netz rum!!! Tut dat Not?!? Aber hallo! Hier gibt es Interviews, Reviews und mehr. Allem gemeinsam: Der ganze Krempel ist komplett von mir! Ob das ein Vor- oder Nachteil ist, muß jeder für sich selbst entscheiden... Was wollt Ihr sonst noch hier sehen? Ideen habe ich reichlich, möchte aber zuerst wissen, was Euch interessiert. Teilt es mir mit, z.B. als Kommentar. Spezielle Fragen zu mir und meiner Arbeit, Lob und Kritik aller Art ("Wie besoffen muß man sein, um so einen Mist zu verzapfen?") - egal was. Bin gespannt, wie sich das hier entwickelt... Haut rein, Ihr Eierbären! Michael P.S. Das Copyright aller Texte auf dieser Seite liegt ausschließlich bei Michael Schübeler.

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JASMINE CAIN – Highway Prophet (AMAZON-Version)

(Eigenproduktion) 13 Tracks, 48:53 min. Es ist ein Jammer, daß es hierzulande niemand mitkriegt, wenn Jasmine Cain ein neues Album herausbringt. „Highway Prophet“ ist bereits das dritte, und erstmals hat sich die Amerikanerin dazu durchgerungen, ihr Gesicht auf dem Cover sowie auch auf der CD zu platzieren. Schwer zu verstehen, aber sich selbst nimmt man [...]

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Aktuelle Interviews

JASMINE CAIN – Highway Prophet (AMAZON-Version)

14. Juli 2014

(Eigenproduktion)

13 Tracks, 48:53 min.

Es ist ein Jammer, daß es hierzulande niemand mitkriegt, wenn Jasmine Cain ein neues Album herausbringt. „Highway Prophet“ ist bereits das dritte, und erstmals hat sich die Amerikanerin dazu durchgerungen, ihr Gesicht auf dem Cover sowie auch auf der CD zu platzieren. Schwer zu verstehen, aber sich selbst nimmt man völlig anders – und meistens viel negativer – wahr als es die Menschen um einen herum tun.

Zur Musik: Na-türlich habe ich beim ersten Hören wider besseres Wissen auf ein zweites “Show Me” gehofft, und na-türlich gibt es keins. Aber dafür gleich mehrere Nummern, die verdammt nah an den Mega-Tränentreiber herankommen. Mein Favorit “Beautiful Tragedy” ist genau das: Bittersüß, sowohl im Wort als auch im Vortrag, voller Kraft in den Akkorden, ekstatisch im Solo, erhaben und einfach wunderschön. “Time” folgt dichtauf. Ein dunkler, geheimnisvoll schimmernder See aus Melancholie! Auf Rang Drei das intensive Titelstück “Highway Prophet”, das man vorab hören konnte und von dem ich sofort fasziniert war. Drei Mal Drama, Drama und ganz großes (Gefühls-) Kino! Hach, ist das schön!!Mit „Anymore“ ist auch ein melodisch-rasanter Rock-Hit mit allem Drum und Dran dabei. Dafür hat Miss Cain einfach ein Händchen. „Never Goodbye“ ist sogar zweimal vertreten: Neben einer von ihr allein gesungenen Version singt Jasmine noch ein Quasi-Duett mit Josh Brown von der christlichen Rockband Day Of Fire. Beiden Fassungen gemeinsam ist die typische JC-Melancholie – was erstaunlich ist, denn hierbei handelt es sich um einen Day Of Fire-Track!

Aber Jasmine Cain hat eine noch größere Überraschung auf Lager: Ein Cover von Stevie Nicks´ „Edge Of Seventeen“ hat bestimmt keiner erwartet! Die Sängerin/Bassistin und ihre hervorragenden Mitmusiker bringen die extravagante Rocknummer von Nicks´ Solo-Debüt „Bella Donna“ glänzend und selbstverständlich mit eigenem Flair rüber. Kompliment!

Nicht unterschlagen darf man die kurzen Energiestöße, wie sie Joan Jett in ihren besten Zeiten aus der zierlichen Hüfte abfeuerte. Bei „On The Edge“ kommt sogar noch eine punkige Attitüde dazu. Imponierend, daß bei aller kompositorischen Raffinesse das Rebellische ohne Reibungsverlust voll erhalten bleibt. Spielfreude und die pure Lust am Rocken machen´s möglich!

Die furiose Gitarrenarbeit von Jeff Caughron verdient an dieser Stelle unbedingt ein Sonderlob. Der Bursche treibt das ganze Album mit Stil und Klasse voran. Spitzenmäßig!

Dieses Review erschien auf Amazon.de

JASMINE CAIN – Highway Prophet (EMPIRE-Version)

13. Juli 2014

(Eigenproduktion)

13 Tracks, 48:53 min.

Es ist ein Jammer, daß es hierzulande niemand mitkriegt, wenn Jasmine Cain ein neues Album herausbringt. „Highway Prophet“ ist bereits das dritte, und erstmals hat sich die Amerikanerin dazu durchgerungen, ihr Gesicht auf dem Cover sowie auch auf der CD zu platzieren. Schwer zu verstehen, aber sich selbst nimmt man völlig anders – und meistens viel negativer – wahr als es die Menschen um einen herum tun.

Zur Musik: Na-türlich habe ich beim ersten Hören wider besseres Wissen auf ein zweites „Show Me“ gehofft, und na-türlich gibt es keins. Aber dafür gleich mehrere Nummern, die verdammt nah an den Mega-Tränentreiber herankommen. Mein Favorit „Beautiful Tragedy“ ist genau das: Bittersüß, sowohl im Wort als auch im Vortrag, voller Kraft in den Akkorden, ekstatisch im Solo, erhaben und einfach wunderschön. „Time“ folgt dichtauf. Ein dunkler, geheimnisvoller schimmernder See aus Melancholie! Auf Rang Drei das intensive Titelstück „Highway Prophet“, das man vorab hören konnte und von dem ich sofort fasziniert war. Drei Mal Drama, Drama und ganz großes (Gefühls-) Kino! Hach, ist das schön!!

Mit „Anymore“ ist auch ein melodisch-rasanter Rock-Hit mit allem Drum und Dran dabei. Dafür hat Miss Cain einfach ein Händchen. „Never Goodbye“ ist sogar zweimal vertreten: Neben einer von ihr allein gesungenen Version singt Jasmine noch ein Quasi-Duett mit Josh Brown von der christlichen Rockband DAY OF FIRE. Beiden Fassungen gemeinsam ist die typische JC-Melancholie – was erstaunlich ist, denn hierbei handelt es sich um einen DAY OF FIRE-Track!

Aber Jasmine Cain hat eine noch größere Überraschung auf Lager: Ein Cover von Stevie Nicks´ „Edge Of Seventeen“ hat bestimmt keiner erwartet! Die Sängerin/Bassistin und ihre hervorragenden Mitmusiker bringen die extravagante Rocknummer von Nicks´ Solo-Debüt „Bella Donna“ glänzend und selbstverständlich mit eigenem Flair rüber. Kompliment!

Nicht unterschlagen darf man die kurzen Energiestöße, wie sie Joan Jett in ihren besten Zeiten aus der zierlichen Hüfte abfeuerte. Bei „On The Edge“ kommt sogar noch eine punkige Attitüde dazu. Imponierend, daß bei aller kompositorischen Raffinesse das Rebellische ohne Reibungsverlust voll erhalten bleibt. Spielfreude und die pure Lust am Rocken machen´s möglich! Die furiose Gitarrenarbeit von Jeff Caughron verdient an dieser Stelle unbedingt ein Sonderlob. Der Bursche treibt das ganze Album mit Stil und Klasse voran. Spitzenmäßig!

Da eine Menge Songs von Jasmine im Netz herumschwirren, kann sich keiner rausreden, sie nicht anzutesten. Danach kauft man garantiert etwas von ihr! All power to the Mistress of Intensity!!

Dieses Review erscheint im EMPIRE #107

LEGEND MAKER – Lies Bleeding The Blind

02. Juli 2014

(Just For Kicks)

10 Tracks, 52:54 min.

Heavy Metal aus Kolumbien? Da ist gesunde Skepsis angebracht. Die zerstreuen LEGEND MAKER freilich ohne Mühe. Zur Legende wird das Sextett mit seinem zweiten Silberling zwar nicht gleich werden, könnte mit „Lies Bleeding The Blind“ aber durchaus für einiges Aufsehen im Underground sorgen.

Die verschachtelten Songs sind keine Breakorgien ohne Sinn und Verstand, auch wenn einem das aufgrund der unablässig tackernden Doublebass und jagender Keyboardskalen zunächst so vorkommen mag. Die Jungs aus Cali erweisen sich im weiten Feld des Progressive Metal vielmehr als äußerst vielseitig. So tauchen immer wieder akustische Einsprengsel auf, in „Age Of Battle“ überrascht eine Flöte, im Titelstück ist gar ein Death Metal-artiger Part zu finden. Die Art und Weise, in der diese Auflockerungen in die Songs eingebaut wurden, weist Gitarrist Mauricio Ochoa zudem als fähigen Komponisten aus.

Auch in punkto Gesang, dem Schwachpunkt der meisten südamerikanischen Gruppen, trumpfen LEGEND MAKER auf. Während der ´99er Erstling „The Path To Glory“ von ONWARD-Shouter Michael Grant eingeträllert wurde, hat man inzwischen einen fähigen Mann gefunden. Diego Gomez singt sich souverän und kraftvoll durch die 10 Tracks und verirrt sich nur selten in quietschige Höhen. Ein paar unnatürlich klingende Sprünge sind dennoch drin – sowohl in Musik als auch Gesang –, doch das ist ganz normal und stört nicht weiter. Manchmal überschlagen sich die Jungs tempomäßig ein wenig, etwa am Schluß von „Abandoned By Heaven“, aber gerade dieses gelegentliche Über-das-Ziel-hinausschießen macht einen Teil des Charmes dieser Scheibe aus.

LEGEND MAKER stehen für angenehm rauhen Prog Metal mit Haken und Ösen. Starke Musik und starke Texte – so soll es sein!

Dieses Review erschien im METAL OBSESSION #14