Auf ein Wort!

Oh nein, jetzt treibt sich dieser Spacko auch noch im Netz rum!!! Tut dat Not?!? Aber hallo! Hier gibt es Interviews, Reviews und mehr. Allem gemeinsam: Der ganze Krempel ist komplett von mir! Ob das ein Vor- oder Nachteil ist, muß jeder für sich selbst entscheiden... Was wollt Ihr sonst noch hier sehen? Ideen habe ich reichlich, möchte aber zuerst wissen, was Euch interessiert. Teilt es mir mit, z.B. als Kommentar. Spezielle Fragen zu mir und meiner Arbeit, Lob und Kritik aller Art ("Wie besoffen muß man sein, um so einen Mist zu verzapfen?") - egal was. Bin gespannt, wie sich das hier entwickelt... Haut rein, Ihr Eierbären! Michael P.S. Das Copyright aller Texte auf dieser Seite liegt ausschließlich bei Michael Schübeler.

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P.A.W.N. – The Gift Of Awareness (EMPIRE-Version)

(Eigenproduktion) 6 Tracks, 78:39 min. VÖ: 12.9.14 Es ist sehr schwer, zu diesem Album etwas zu sagen, und so viel leichter, die Musik darauf zu genießen. Unglaublich, was Schlagzeuger Dennis Matzat und Sebastian Rudolph (Keyboards, Keyboard-Gitarren und Bässe) und ihre Freunde hier in Eigenregie auf die Beine gestellt haben. 6 Songs von fünfeinhalb bis 26 Minuten ergeben [...]

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Aktuelle Interviews

P.A.W.N. – The Gift Of Awareness (EMPIRE-Version)

15. Juni 2015

(Eigenproduktion)

6 Tracks, 78:39 min.

VÖ: 12.9.14

Es ist sehr schwer, zu diesem Album etwas zu sagen, und so viel leichter, die Musik darauf zu genießen. Unglaublich, was Schlagzeuger Dennis Matzat und Sebastian Rudolph (Keyboards, Keyboard-Gitarren und Bässe) und ihre Freunde hier in Eigenregie auf die Beine gestellt haben. 6 Songs von fünfeinhalb bis 26 Minuten ergeben knapp 79 Minuten Musik. Ich kann zwar diejenigen verstehen, die meinen, dass „The Gift Of Awareness“ überladen sei, aber da ich das nicht so empfinde, kann ich schwärmen und schwelgen und mich vom Piano und Lisa-Marie Rothes sanftem Gesang davontragen lassen. Derart fallen lassen kann man sich nur in richtig lange Stücke! Und das Drum und Dran mit tollem Artwork und zwei (!) Booklets, eins mit den Texten, das andere mit der Geschichte der Band in Deutsch und Englisch, steht dem musikalischen Inhalt in nichts nach! Glückwunsch nach Hamburg zu einem überragenden Gesamtpaket! Weitere Infos im Netz und auf

pawnprog.bandcamp.com

Aber das ersetzt selbstverständlich nicht das Selberhören!

Dieses Review erscheint im EMPIRE #111 (3/15)

HEAVEN & EARTH – Dig (EMPIRE-Version)

14. Juni 2015

(7Hard Records/Membran)

12 Tracks, 58:24 min.

VÖ: 14.11.14

Am 14.11.2014 kam „Dig“ – zunächst von mir unbemerkt, da ich anderthalb Jahre nach dem US-Release (23.4.2013) schlicht nicht mehr damit gerechnet hatte – tatsächlich doch noch in Deutschland auf den Markt. Die Verzögerung hat selbstverständlich keinerlei Einfluß auf die Qualität. Wenn ich diesen Silberling in zehn Jahren besprechen würde, wäre er immer noch ein Hammerteil! Gitarrist Stuart Smith übertreibt keineswegs, wenn er sagt: „Das Beste, was ich je in meinem Leben gemacht habe!“ Grundlage für die Klasse der 12 Songs ist das seit vielen Jahren bestens aufeinander eingespielte Team aus Smith, Drummer Richie Onori und Keyboarder Arlan Schierbaum. Bassist Chuck Wright (QUIET RIOT, IMPELLITTERI uva.) war auch schon auf „Heaven And Earth“, Smiths Solo-Einstand von 1998, dabei. „Dig“ erreicht dessen Qualität, wirkt aber in sich geschlossener, weil von einer Band eingespielt.

Eine weitere Gemeinsamkeit ist die Vielfalt, die heute sogar noch größer ist. Gleich der Opener „Victorious“ plättet mit einer faustdicken Überraschung: Fernöstliche Klänge verwöhnen das Ohr, meisterhaft verwoben mit einer kraftvoll-warmen Gitarrenmelodie zu einem dramatischen Auftakt. Das brillante Zusammenspiel von Stuart Smith und Tastentausendsassa Arlen Schierbaum prägt auch das folgende „No Money, No Love“, das an neuere DEEP PURPLE erinnert. Die Ballade „I Don´t Know What Love Is“ zelebriert die ganz großen Gefühle im Breitwandformat. Der frühere HEART-Gitarrist Howard Leese brilliert hier ebenso an der Akustikgitarre wie Richie Sambora, der seit BON JOVI bekannteste Talk Box-Gitarrist der Welt, bei „Man & Machine“. Dass diese und die folgenden acht Songs so außerordentlich gut geraten sind, liegt maßgeblich am bislang unbekannten Sänger Joe Retta, den Smith bei THE SWEET kennenlernte. Da es bei der Gruppe mit einer neuen Platte nichts wurde, reaktivierten beide nach einem Angebot des US-Labels Quarto Valley kurzerhand HEAVEN & EARTH und schrieben fleißig Songs für ein neues Album. Stimmlich ist Retta ein richtig Guter, bei dem ich Ronnie James Dio, Paul Rodgers (allerdings bei weitem nicht so viel wie in anderen Reviews zu lesen ist) und besonders Kelly Hansen heraushöre. Variable Stimme trifft auf variables Material – fertig ist der Hörgenuß. Auf „A Day Like Today“ spielt der Lockenkopf sogar Flöte! Der Titel ist nur einer von vielen Glanzpunkten auf „Dig“ und würde auf jeder BLACKMORE´S NIGHT eine hervorragende Figur abgeben. Nur „Sexual Insanity“ bringt eben diese nicht rüber, zumindest nicht bei mir. Egal, manch anderer geht vielleicht besonders darauf steil. Ja, ja, die Crux mit dem persönlichen Geschmack… Was noch? Ach ja: Auch das hintergründige, künstlerisch beeindruckende Coverartwork und die Gestaltung des Booklets sind erste Sahne!

P.S.: Der bei QUIET RIOT eingespannte Wright und der nicht weniger umtriebige Onori wurden kürzlich durch Lynn Sorensen (Ex-BAD COMPANY und Paul Rodgers) und Jackie Barnes (Jawohl, der Sohn von Jimmy Barnes!) ersetzt. Die Keyboards bedient aktuell Ty Bailie.

Dieses Review erscheint im EMPIRE #111 (3/15)

TAYLOR SWIFT – 1989 (EMPIRE-Version)

08. Juni 2015

(Big Machine Records/Universal)

19 Tracks, 68:47 min.

Taylor Swift ist gefühlt in Windeseile vom Phänomen zum Superstar geworden und aktuell auf dem besten Weg, eine Ikone zu werden (immerhin Platz 64 auf der aktuellen „Forbes“-Liste der einflußreichsten Frauen). Das eigentlich Faszinierende ist, daß sie trotz Stilwandels weiterhin sehr gute bis überragende Songs schreibt, die supereingängig sind und doch immer neue Elemente an die Oberfläche des Bewußtseins bringen. Die besten Beispiele auf Swifts nach ihrem Geburtsjahr benanntem fünften Album „1989“ sind die ersten beiden Singles „Shake It Off“ (gab mir zuerst überhaupt nichts) und „Blank Space“. Bei Letzterem strotzt der Text vor Wortspielen, auf die ich sofort angesprungen bin, schien aber musikalisch wenig zu bieten zu haben. Dabei muss man sich die Nummer nur oft genug anhören, um seinen Irrtum zu bemerken. Das Gleiche gilt für „Wonderland“, einen der drei Bonustitel.

Apropos Irrtum: „1989“ ist NICHT Swifts erstes Pop-Album, sondern ihr zweites. Auf dem Vorgänger „Red“ stand genau EIN reinrassiger Country-Titel, doch erst jetzt, wo die 25jährige den Elektronik-Anteil deutlich hochgefahren hat, fällt es auf einmal jedem auf. Dabei ist das, was wie ein cleverer Schachzug wirkt, nichts anderes als der Soundtrack zu Taylors neuem Lebensabschnitt, der mit ihrem Umzug nach New York begann („Welcome To New York“). Ihre seit Beginn ihrer Songwriter-Karriere geschärfte Fähigkeit, ihre Beobachtungen und Gefühle präzise zu beschreiben, gedeiht in den neuen Kompositionen zu voller Blüte. Musikalisch fällt vor allem der von Song zu Song stetig steigende Spannungspegel auf, der in „I Wish You Would“ kulminiert. Nach „You Belong With Me“ das – mindestens – zweite „perfekte“ Stück von Taylor Swift. Daher freut es mich besonders, daß das „Voice Memo“ der „D.L.X.“-Version zumindest einen flüchtigen Einblick in die Entstehung gerade dieses Liedes (und zwei weiterer) gewährt. Dabei kommt obendrein ihre Begeisterung für das, was sie tut, ungefiltert rüber. Und geht es nur mir so, daß Taylor in „Clean“ bis zum Refrain Lena Meyer-Landrut zum Verwechseln ähnlich klingt?!

Noch etwas: Das Booklet beginnt mit einem Vorwort, das ich völlig fasziniert gelesen, geradezu verschlungen habe. Die Frau ist nicht nur smart, sondern weise!

Meine Prognose: Wenn ihre Entwicklung in dem Tempo weitergeht, wird Taylor Swifts nächster Output des brillanteste Pop-Album dieser Dekade. Und wenn sie ihren Zwei-Jahres-Rhythmus beibehält, ist es nächstes Jahr soweit!

Dieses Review erscheint im EMPIRE #111 (3/15)