Auf ein Wort!

Oh nein, jetzt treibt sich dieser Spacko auch noch im Netz rum!!! Tut dat Not?!? Aber hallo! Hier gibt es Interviews, Reviews und mehr. Allem gemeinsam: Der ganze Krempel ist komplett von mir! Ob das ein Vor- oder Nachteil ist, muß jeder für sich selbst entscheiden... Was wollt Ihr sonst noch hier sehen? Ideen habe ich reichlich, möchte aber zuerst wissen, was Euch interessiert. Teilt es mir mit, z.B. als Kommentar. Spezielle Fragen zu mir und meiner Arbeit, Lob und Kritik aller Art ("Wie besoffen muß man sein, um so einen Mist zu verzapfen?") - egal was. Bin gespannt, wie sich das hier entwickelt... Haut rein, Ihr Eierbären! Michael P.S. Das Copyright aller Texte auf dieser Seite liegt ausschließlich bei Michael Schübeler.

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ERIC GALES – Good For Sumthin´ (EMPIRE-Version)

(Cleopatra Records/H´art) 12 Tracks, 61:30 min. Obwohl Eric Gales bereits seit vielen Jahren einer der brillantesten Bluesgitarristen ist, hat man ihn bis jetzt außerhalb der „certain circles“ nicht wirklich wahrgenommen. An Gales selbst liegt das am allerwenigsten. Auch sein aktuelles, stark autobiographisches Werk „Good For Sumthin´“ bietet wieder Blues vom Feinsten, diesmal gleich über eine [...]

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Aktuelle Interviews

ERIC GALES – Good For Sumthin´ (EMPIRE-Version)

23. August 2015

(Cleopatra Records/H´art)

12 Tracks, 61:30 min.

Obwohl Eric Gales bereits seit vielen Jahren einer der brillantesten Bluesgitarristen ist, hat man ihn bis jetzt außerhalb der „certain circles“ nicht wirklich wahrgenommen. An Gales selbst liegt das am allerwenigsten. Auch sein aktuelles, stark autobiographisches Werk „Good For Sumthin´“ bietet wieder Blues vom Feinsten, diesmal gleich über eine Stunde lang. In den 12 Kompositionen spielt sich der 40jährige diverse Male in einen regelrechten Rausch, ohne dabei auch nur für eine Sekunde das Gefühl zu vernachlässigen oder gar den Song zu vergessen. Auffällig ist die Kompaktheit aller Titel, noch mehr jedoch das gleichmäßig hohe Qualitätslevel sämtlicher Lieder. Das schließt „Miss You“ von den Rolling Stones ein, das sich der Rechtshänder Gales, der mit der linken Hand die Saiten greift, weil er es so gelernt hat, so vollkommen zu eigen gemacht hat, dass es klingt, als hätte er den Titel tatsächlich selbst geschrieben! Herausheben, obwohl das wie gesagt nicht fair ist, möchte ich außerdem „Tonight (I´m Leaving)“, das ausschweifende „Six Deep“, beide von Gales und seinem Bruder Eugene verfaßt (der allerdings auf diesem Silberling selbst nicht mitwirkt), sowie das abschließende Instrumentalstück „E² (Note For Note)“, wo Eric Gales und Gastgitarrist Eric Johnson vortrefflich miteinander harmonieren. Wie eineiige Zwillinge!

Apropos „abschließend“: Zumindest auf meiner CD sind die Songs um eine Stelle nach hinten gerutscht. Sie beginnt also mit dem eigentlich zweiten Titel „1019“ und endet mit dem ersten, „Come A Long Way“. Das ist aber auch der einzige kleine Makel dieser meisterhaften Lehrstunde in Sachen Bluesrock, die auch Fans anderer Musikrichtungen gefallen wird.

Dieses Review erscheint im EMPIRE #112 (4/15)

PARADISE LOST – The Plague Within (MAS-Version)

15. August 2015

(Century Media/Universal)

CD1: 10 Tracks, 50:26 min.

CD2: 3 Tracks, 14:32 min.

VÖ: 29.5.15

Auf der einen Seite stehen die Lobeshymnen, die in Print- und Online-Magazinen auf PARADISE LOSTS 14. Studio-CD „The Plague Within“ gesungen werden. Von den Käufern kritisieren hingegen viele das Album ziemlich drastisch, was ich teilweise nachvollziehen kann. So wird z.B. gesagt, daß der Opener „No Hope In Sight“ wegen der eingängigen Melodie die stärkste Nummer wäre. Natürlich geht das Gitarrenmotiv ins Ohr; PL verwenden es schließlich nicht zum ersten Mal. Und auch nicht zum zweiten Mal… Aber man saugt es trotzdem immer wieder auf, als wäre es neu. Auf eine schräge Art ist das auch eine Kunst!

Des Weiteren wird moniert, Nick Holmes klänge bei seinen Growls gequält und immer gleich. Ich empfinde das zwar nicht so, doch hier tritt das seltsame Phänomen auf, daß man, wenn man sich die je nach Version 10, 11 oder 13 Stücke mit dieser Aussage im Hinterkopf anhört, tatsächlich meint, da wäre keine Variation!

Ich war nach dem ersten Hören aus einem anderen Grund etwas enttäuscht. Wohlgemerkt nicht von der Performance, und auch die Songs finde ich gut bis sehr gut, aber ich hätte mir noch etwas mehr Atmosphäre gewünscht. Meine Lehre daraus: Niemals eine Platte von PARADISE LOST im Auto hören! Unterm Kopfhörer ändert sich der Eindruck sofort und ziemlich drastisch. Ihre Aktivitäten mit BLOODBATH und VALLENFYRE haben Nick Holmes und Gregor Mackintosh offenbar richtig gut getan und sie inspiriert, weit in die eigene Vergangenheit zurückzugehen.

Diese Rückbesinnung beschert uns eine Reihe großer Melodien, auf denen es sich wohlig dahingleiten läßt, ohne dabei zu seicht zu werden. Hervorheben möchte ich neben meinem Favoriten, dem ungemein kompakten „Victim Of The Past“ den „grand doom song“ „Beneath Broken Earth“, wo man den Spaß der Musiker besonders deutlich hört, „An Eternity Of Lies“, von dem die Band etwa 15 Fassungen aufnahm, sowie die schön dramatische Schlußnummer „Return To The Sun”. Nicht zu vergessen den schleppenden Grower „Sacrifice The Flame“. Hey, wenn ich mir diese Aufzählung so ansehe, dann ist das eine ganze Menge!

Dann wären da noch die Abrißbirnen „Flesh From Bone“ und das musikalisch ähnliche, aber groovigere „Cry Out“; beides richtige Kanten, die ich mir allerdings nicht zu jeder Tages- und Nachtzeit reinziehen kann.

Lediglich „Punishment Through Time“ und „Terminal“ finde ich etwas zu lang, aber wirklich schlecht ist hier nichts. Außerdem überlege ich beim Hören dauernd, wie der Song „The Plague Within“ klänge, wenn es ihn gäbe… (Wieso eigentlich nicht?!? In solchen Momenten bedaure ich, daß ich keine Interviews mehr mache.) Ziemlich fies, soviel ist sicher! Gerade bei Holmes´ Texten, die sich mit Endlichkeit und Vergehen beschäftigen, würde mich das brennend interessieren!

Insgesamt trotz einer deutlichen Steigerung in der zweiten Hälfte nicht die packendste, nicht die melodiöseste und damit auch nicht die beste Scheibe der Briten, aber auf jeden Fall mit genügend starken Songs, um einen Kauf unumgänglich zu machen. Vor allem das Deluxe-Boxset mit Doppel-CD, Doppel-LP und fettem Artbook im LP-Format ist extrem hochwertig!

In meinen Ohren ist „The Plague Within“ eh nicht komplett ohne die drei Stücke der Bonus-Disc jenes Sets: das vergleichsweise simple, eingängige „Fear The Silence“ mit dem wahrscheinlich kürzesten Text von Holmes überhaupt; „Never Look Away“, das mit mit einer begeisternden Kombination aus flotten Parts und geschmeidigen Übergängen glänzt; und schließlich die stimmungsvolle Orchesterversion von „Victim Of The Past“, die auch auf dem Digipack zu finden ist. Alles Highlights!

Zum Schluß muß ich doch noch mal auf die Atmosphäre zurückkommen: BLOODBATH und vor allem VALLENFYRE bieten davon noch viel mehr als die Hauptband. Der Grund dafür dürfte in der größeren Bandbreite liegen, die über PLs Gothic und Doom hinausgeht und mehr Tiefe ermöglicht. Bei Beiden kann man sich herrlich gruseln! Von daher als Ergänzung ideal.

Dieses Review erscheint auf Musikansich.de

PARADISE LOST – The Plague Within (EMPIRE-Version)

15. August 2015

(Century Media/Universal)

CD1: 10 Tracks, 50:26 min.

CD2: 3 Tracks, 14:32 min.

VÖ: 29.5.15

Auf der einen Seite stehen die Lobeshymnen, die in Print- und Online-Magazinen auf „The Plague Within“ gesungen werden. Von den Käufern kritisieren hingegen viele das Album ziemlich drastisch, was ich teilweise nachvollziehen kann. So wird z.B. gesagt, daß der Opener „No Hope In Sight“ wegen der eingängigen Melodielinie die stärkste Nummer wäre. Natürlich geht die Gitarrenmelodie ins Ohr; PL verwenden sie schließlich nicht zum ersten Mal. Und auch nicht zum zweiten Mal… Aber man saugt sie trotzdem immer wieder auf, als wäre sie neu. Auf eine schräge Art ist das auch eine Kunst! Weiter wird moniert, Nick Holmes klänge bei seinen Growls gequält und immer gleich. Ich empfinde das zwar nicht so, doch hier tritt das seltsame Phänomen auf, dass man, wenn man sich die 10, 11 oder 13 Stücke mit dieser Aussage im Hinterkopf anhört, tatsächlich meint, da wäre keine Variation! Ich war nach dem ersten Hören aus einem anderen Grund etwas enttäuscht. Nicht von der Performance, und auch die Songs finde ich gut bis sehr gut, aber ich hätte mir noch etwas mehr Atmosphäre gewünscht. Meine Lehre daraus: Niemals eine Platte von PARADISE LOST im Auto hören! Unterm Kopfhörer ändert sich der Eindruck sofort und ziemlich drastisch. Ihre Aktivitäten mit BLOODBATH und VALLENFYRE haben Nick Holmes und Gregor Mackintosh offenbar richtig gut getan und sie inspiriert, weit in die eigene Vergangenheit zurückzugehen.

Diese Rückbesinnung beschert uns eine Reihe großer Melodien, auf denen es sich wohlig dahingleiten läßt, ohne dabei zu seicht zu werden. Hervorheben möchte ich neben meinem Favoriten, dem ungemein kompakten „Victim Of The Past“ den „grand doom song“ „Beneath Broken Earth“, wo man den Spaß der Musiker besonders deutlich hört, „An Eternity Of Lies“, von dem die Band etwa 15 Fassungen erstellte, sowie die schön dramatische Schlußnummer „Return To The Sun“. So geht Cinemascope, Herr Turilli! Nicht zu vergessen den schleppenden Grower „Sacrifice The Flame“. Wenn ich mir diese Aufzählung ansehe, dann ist das eine ganze Menge!

Dann wären da noch die Abrißbirnen „Flesh From Bone“ und das groovigere „Cry Out“; beides richtige Kanten, die ich mir je nach Tagesform mal mehr, mal weniger genüßlich reinziehe.

Lediglich „Punishment Through Time“ und „Terminal“ finde ich etwas zu lang, aber wirklich schlecht ist hier nichts. Außerdem überlege ich beim Hören dauernd, wie der Song „The Plague Within“ klänge, wenn es ihn gäbe… Ziemlich fies, soviel ist sicher! Gerade bei den Texten, die sich mit Endlichkeit und Vergehen beschäftigen, würde mich das brennend interessieren!

Insgesamt trotz einer deutlichen Steigerung in der zweiten Hälfte nicht die packendste und somit auch nicht die beste Platte der Briten, aber auf jeden Fall mit einer ausreichenden Anzahl richtig starker Songs für einen Kauf. Vor allem die Deluxe-Edition mit Doppel-CD, Doppel-LP und fettem Artbook im LP-Format ist extrem hochwertig! Es dürfte mittlerweile allerdings schwierig sein, noch ein Exemplar zu ergattern…

In meinen Ohren ist „The Plague Within“ ohnehin nicht komplett ohne die drei Songs der Bonus-Disc jenes Sets: das vergleichsweise simple, eingängige „Fear The Silence“ mit dem wahrscheinlich kürzesten Text von Nick Holmes überhaupt; „Never Look Away“, das mit mit einer begeisternden Kombination aus flotten Parts und geschmeidigen Übergängen glänzt; und schließlich die stimmungsvolle Orchesterversion von „Victim Of The Past“, die auch auf dem Digi zu finden ist. Alles Highlights!

Zum Schluß muß ich doch noch mal auf die Atmosphäre zurückkommen: BLOODBATH und vor allem VALLENFYRE bieten davon noch viel mehr als die Hauptband. Der Grund dafür dürfte in der größeren Bandbreite liegen, die über PLs Doom und Gothic hinausgeht und mehr Tiefe ermöglicht. Bei Beiden kann man sich herrlich gruseln! Von daher als Ergänzung ideal.

Dieses Review erscheint im EMPIRE #112 (4/15)