Auf ein Wort!

Oh nein, jetzt treibt sich dieser Spacko auch noch im Netz rum!!! Tut dat Not?!? Aber hallo! Hier gibt es Interviews, Reviews und mehr. Allem gemeinsam: Der ganze Krempel ist komplett von mir! Ob das ein Vor- oder Nachteil ist, muß jeder für sich selbst entscheiden... Was wollt Ihr sonst noch hier sehen? Ideen habe ich reichlich, möchte aber zuerst wissen, was Euch interessiert. Teilt es mir mit, z.B. als Kommentar. Spezielle Fragen zu mir und meiner Arbeit, Lob und Kritik aller Art ("Wie besoffen muß man sein, um so einen Mist zu verzapfen?") - egal was. Bin gespannt, wie sich das hier entwickelt... Haut rein, Ihr Eierbären! Michael P.S. Das Copyright aller Texte auf dieser Seite liegt ausschließlich bei Michael Schübeler.

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THORBJORN RISAGER & THE BLACK TORNADO – Change My Game (EMPIRE-Version)

(Ruf Records/in-akustik) 11 Tracks, 51:42 min. VÖ: 27.1.17 Die Stoiker des Blues schlagen wieder zu! Thorbjorn Risager und seine Big Band treiben auf ihrem aktuellen Album ihren Stil zu neuen Höhen, perfektionieren Langsamkeit und Lässigkeit zu einer individuellen Coolness, gegen die jeder Tempobolzer lahm wirkt. Dahinter steckt Methode; das Motto „Keine Note zuviel“, von dem [...]

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Aktuelle Interviews

THORBJORN RISAGER & THE BLACK TORNADO – Change My Game (EMPIRE-Version)

08. Februar 2017

(Ruf Records/in-akustik)

11 Tracks, 51:42 min.

VÖ: 27.1.17

Die Stoiker des Blues schlagen wieder zu! Thorbjorn Risager und seine Big Band treiben auf ihrem aktuellen Album ihren Stil zu neuen Höhen, perfektionieren Langsamkeit und Lässigkeit zu einer individuellen Coolness, gegen die jeder Tempobolzer lahm wirkt. Dahinter steckt Methode; das Motto „Keine Note zuviel“, von dem ich beim letzten Album „Too Many Roads“ schrieb (vgl. Empire 107), wurde systematisch weiter vorangetrieben, bereits eingespielte Parts wieder herausgenommen. Die investierte Arbeit von acht Monaten gegenüber drei Wochen beim Vorgänger hört man deutlich heraus, z.B. in den noch besser integrierten Bläsern, die dadurch zunächst allerdings auch unauffälliger wirken, bis man sich richtig eingehört hat. Dennoch schaffen es die Dänen, ihre Songs nicht kalkuliert oder konstruiert klingen zu lassen. Um ein Klangchaos zu vermeiden, sind nicht alle acht Musiker auf jedem Stück zu hören. Irre, was für eine Spannung mit diesem simplen Trick erreicht wird! Über allem thront Risagers sonore Stimme, die mit ihrer warmen Klangfarbe wie ein souliger Springsteen klingt. Wenn man „Change My Game“ sehr oft hört, sind einem höchstens ein paar gleichförmige Chöre zuviel auf der Platte. Doch während beim letzten Mal „China Gate“ von Nat King Cole deutlich herausragte, ist das Niveau jetzt viel ausgeglichener und insgesamt noch höher. Checkt mal den relaxten Opener „I Used To Love You“, das Gesamtkunstwerk „Hard Time“ und das massige „Hold My Lover Tight“ und laßt Euch vom „Zirkel-Blues“ fesseln!

 

BON JOVI – This House Is Not For Sale (EMPIRE-Version)

06. Februar 2017

(Island/Universal)

18 Tracks, 74:45 min.

VÖ: 4.11.16

Preisfrage: Was kann man von BON JOVI nach dem erbärmlichen „Burning Bridges“ überhaupt noch erwarten? Auf jeden Fall nie mehr einen Hardrock-Kracher wie es „Slippery When Wet“ war. Das haben die Musiker einfach nicht mehr in sich, diese unwiderstehliche Power ist weg – zumindest im Studio. Noch viel weniger wird es jemals wieder einen Husarenritt quer durch die Rockmusik geben, wie ihn die Band auf ihrem besten Album „Keep The Faith“ auf allerhöchstem Niveau hinlegte. Das höchste der Gefühle, worauf man heute noch hoffen kann, ist, das Level von „Have A Nice Day“ zu erreichen. Stilistisch geht „This House Is Not For Sale“ zwar in die Richtung, aber das permanente Gefühl, daß die Musiker nicht mehr wissen, wie man die Handbremse löst, drückt aufs Gemüt. Nein, es nervt auf Dauer gewaltig! Gott, was hätten die früher aus „Knockout“ gemacht! Stattdessen sorgt das wie eine Coverversion von Chris Isaak (!) klingende „Labor Of Love“ für Verwirrung. Dafür entschädigen das Titelstück, obwohl es von der ersten bis zur letzten Note ein Selbstzitat ist, „Born Again Tomorrow“ mit dem einzigen knackigen Gitarrensolo des ganzen Albums, das geschmeidige „Reunion“ sowie von den Bonustracks „All Hail The King“ (endlich: Dynamik!), wo Drummer Tico Torres tatsächlich mal aus sich herausgeht und „Touch Of Grey“ vom Japan-Import. Eine reife und doch zupackende Komposition. Davon hätte diese Platte noch ein paar mehr gebraucht.

„This House Is Not For Sale“ ist zumindest in der 17- oder 18-Titel-Version kein Fehlkauf, aber am Ende bleibt das Cover das Beste an BON JOVIS 13. Studio-CD.

VIPASSI – Sunyata (EMPIRE-Version)

05. Februar 2017

(Season Of Mist/Soulfood)

7 Tracks, 30:18 min.

VÖ: 20.1.17

Seit ich den ersten Ton von NE OBLIVISCARIS gehört habe, wollte ich über die verrückt-genialen Australier schreiben. Bin bisher leider nicht dazu gekommen; wahrscheinlich weil ihre Musik zwar faszinierend und aufwühlend ist, aber eben auch ein ganzes Füllhorn davon!

Dagegen hat es jetzt bei VIPASSI sofort geklappt. „Sunyata“ ist ja auch nur eine EP von 30 Minuten. Sieben Songs haben die NE OBLIVISCARIS-Musiker Benjamin Baret (Leadgitarre), Brendan Brown (Baß) und Dan Presland (Drums) gemeinsam mit dem Gitarristen Ben Boyle von HADAL MAW aufgenommen. Zuvor hatte man mehrere Jahre vergeblich nach einem Sänger gesucht, mit dessen Hilfe man die Melodien stärker betonen könnte. Daraus wurde nichts, deshalb bekommen wir jetzt eigenwilligen instrumentalen Prog Metal mit Death Metal-Sequenzen in bekömmlicher Dosis serviert.

Der Einstieg „Gaia“ gerät – zumindest für meine Nichtmusiker-Ohren – noch ein wenig zäh, doch es reicht allemal, um die Könnerschaft des Quartetts zu erkennen. Weiterhin fällt mir auf, daß man instrumentale Prog Metal-Bands wenn überhaupt nur sehr schwer miteinander vergleichen kann. Klar, CYNIC kann man immer heraushören, von der Atmosphäre her muß ich an AT WAR WITH SELF denken. Doch egal, wen man nennt, jeder trifft nur ganz vage zu. Namedropping funktioniert hier absolut nicht. Selbst hören, erfahren und erleben ist in der Musik eben durch nichts zu ersetzen!

Bereits beim zweiten Stück „Benzaiten“ fallen Brendans phantastische Baßmotive auf, die „Sunyata“ durchziehen. Mit ihrem überwiegend gemäßigten Grundtempo erhöhen VIPASSI den Genuß massiv. Die wildesten Kapriolen, die darauf herumtoben, bleiben selbst dann nachvollziehbar, wenn die latente Kopflastigkeit doch einmal die Oberhand gewinnt. Die Band kreiert verschiedene Ebenen aus Melodien und Rhythmen und sorgt für ein ungewöhnliches, faszinierendes Hörerlebnis.

Interessenten sollten beim Antesten die Ruhepause „Paradise“ als Intro nutzen und von diesem „Basislager“ aus den Wahnsinn nach Belieben steigern. Viel Spaß bei dieser Erfahrung!