Auf ein Wort!

Oh nein, jetzt treibt sich dieser Spacko auch noch im Netz rum!!! Tut dat Not?!? Aber hallo! Hier gibt es Interviews, Reviews und mehr. Allem gemeinsam: Der ganze Krempel ist komplett von mir! Ob das ein Vor- oder Nachteil ist, muß jeder für sich selbst entscheiden... Was wollt Ihr sonst noch hier sehen? Ideen habe ich reichlich, möchte aber zuerst wissen, was Euch interessiert. Teilt es mir mit, z.B. als Kommentar. Spezielle Fragen zu mir und meiner Arbeit, Lob und Kritik aller Art ("Wie besoffen muß man sein, um so einen Mist zu verzapfen?") - egal was. Bin gespannt, wie sich das hier entwickelt... Haut rein, Ihr Eierbären! Michael P.S. Das Copyright aller Texte auf dieser Seite liegt ausschließlich bei Michael Schübeler.

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WINTERGARDEN – The New Victorian (EMPIRE-Version)

(Mighty Music/Target) 12 Tracks, 53:13 min. Das Ende am Anfang: „The New Victorian“ ist eine gute Platte, aber null aufregend. Nach dem Bandnamen, dem Titel und der Covergestaltung hatte ich von dem Duo aus Dänemark plus Gästen etwas viel Atmosphärischeres und Düstereres erwartet, so was in Richtung Gothic. Ist aber eher Modern Metal der unterkühlten [...]

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Aktuelle Interviews

WINTERGARDEN – The New Victorian (EMPIRE-Version)

29. März 2015

(Mighty Music/Target)

12 Tracks, 53:13 min.

Das Ende am Anfang: „The New Victorian“ ist eine gute Platte, aber null aufregend. Nach dem Bandnamen, dem Titel und der Covergestaltung hatte ich von dem Duo aus Dänemark plus Gästen etwas viel Atmosphärischeres und Düstereres erwartet, so was in Richtung Gothic. Ist aber eher Modern Metal der unterkühlten Art; ein Eindruck, zu dem der distanziert wirkende Gesang von Miriam Gardner massiv beiträgt. Die 12 Songs klingen für sich gefällig, sind vor allem rhythmisch interessant, funktionieren aber nicht als Album. Warum sie keine Einheit bilden, kann ich nicht sagen; vielleicht geht es auch nur mir so. Ein Grund könnte sein, daß die Instrumente immer gleich klingen. Da fehlt jede Dynamik. Hey, was war das gerade? Tatsächlich, „Scarlet Letter“ fängt an wie eine Nummer von THE CURE! Da horcht man doch gleich dankbar auf. Bei „Log On“ erinnert Frau Gardner an Jasmine Cain. Die Mistress of Intensity hat am 24. März ihr neues Album „White Noise“ veröffentlicht. Das ist erheblich spannender ausgefallen als „The New Victorian“ und zeigt WINTERGARDEN auch sonst, wie man es richtig macht.

Dieses Review erscheint im EMPIRE #110 (2/15)

LUCY HALE – Road Between (EMPIRE-Version)

17. März 2015

(DMG Nashville/US-Import)

18 Tracks, 64:11 min.

Die US-Amerikanerin Lucy Hale wird als Hauptdarstellerin in der Serie „Pretty Little Liars“ auch in Deutschland immer populärer. Eigentlich ist sie aber Sängerin. Und sie hat´s drauf! Sie singt mit ganz leichtem Vibrato, also nicht so ultranervig wie James Blunt z.B. (bei dem halte ich kaum einen kompletten Song durch bzw. aus). Ihre Klasse zeigt sich in der Intonation und den kleinen Variationen in den Refrains. Mir kommt es so vor, als würde sie beim Singen ständig breit grinsen oder sogar lachen, selbst wenn sie wie in „Nervous Girls“ ernste Themen aufgreift. Das kommt so ungezwungen rüber, daß man ihr glaubt was sie sagt, zumal ihre Stimme direkt ans Gemüt geht. Mit einer kleinen Einschränkung: Eine „Rache am Ex“-Story wie „Goodbye Gone“ bringt eine Miranda Lambert authentischer rüber, bissiger. Für solche Boshaftigkeiten ist das quirlige Energiebündel zu sehr das girl next door. Eine Kollegin von mir schätzte sie mal ganz lässig auf 15 Jahre! Als ich sie über ihren Irrtum aufklärte, setzte sie ohne mit der Wimper zu zucken noch eins drauf: „Dann hat sie die Bilder eben mit 15 machen lassen!“ Muß wohl an Little Lucys Stupsnäschen liegen… Trotzdem unverständlich, warum Hale nicht auf dem Soundtrack zu „Pretty Little Liars“ zu hören ist, vielleicht ist sie beim falschen Label. Die sind da bei den Konzernen ja sehr pingelig! Na, macht nichts, das holt sie auf ihrem eigenen Album mehr als nur nach, nämlich 11 Mal auf der Standard-CD und satte 18 (!) Mal auf der Deluxe-Ausgabe. Von diesen 18 hat sie nur an 3 Songs mitgeschrieben, aber das stört bei Bob Catley ja auch keinen. Ein bißchen schade ist es freilich schon, weil „Just Another Song“ eines von 3 Stücken, bei denen ich eine Gänsehaut bekomme – und das gewiß nicht nur wegen der Streicher! Melancholisch und doch kraftvoll, so von unten heraus. Große Klasse!

„Road Between“ ist beschwingter Pop, ein Pop-Album mit Country-Flair. Soll heißen: Zwar mehr Country als die letzten beiden Platten von Taylor Swift – bei der bereits auf „Red“ nur noch ein Titel eindeutig als Country zu klassifizieren war -, insgesamt allerdings wenig genug, um jedem zu gefallen, der starke Songs schätzt, die nicht nur im Kopf herumtanzen, sondern ehe man es sich versieht auch ins Herz hüpfen.

Dieses Review erscheint im EMPIRE #110 (2/15)

BRIAN McDONALD – Lift It Up (Amazon-Version)

18. Februar 2015

(MTM Music/SPV)

12 Tracks, 50:21 min.

Obwohl Brian McDonald schon ein Album vorweisen kann, ist „Lift It Up“ eigentlich ein Debüt, denn „Desperate Business“ erschien unter dem Namen BRIAN McDONALD GROUP und nur als LP – 1988!

Nach dem ersten Hören war ich ein wenig enttäuscht. Dafür, daß DOKKEN-Klampfer Reb Beach hier das Paddel schwingt, klingen die 12 Songs insgesamt recht unspektakulär. Einzig „Amnesty“ und „When The Lightning Strikes“ bieten die halsbrecherischen Läufe, die so mancher auf der ganzen Scheibe erwartet hätte. Nummern wie „I Don´t Wanna Want Your Touch“ und „If I Could Only See You Now“ sind eher „normaler“ Mainstream und verstellen einem zunächst den Blick auf die Qualität dieser CD.

Nimmt man sich genügend Zeit, entdeckt man Songs, die ideenreiche Arrangements und eine für dieses Genre ungewöhnliche Tiefe besitzen („Head Back Home“, „The Hope One Child Can Bring“).

„Wind It Up“ gehört zu der Sorte Platten, die man zu jeder Tages- und Nachtzeit hören kann. Aber im Sommer ist das Grinsen am breitesten! Macht echt Laune!! Eben die perfekte Sommerplatte – und ein bißchen mehr…

Dieses Review erschien auf Amazon.de