Auf ein Wort!

Oh nein, jetzt treibt sich dieser Spacko auch noch im Netz rum!!! Tut dat Not?!? Aber hallo! Hier gibt es Interviews, Reviews und mehr. Allem gemeinsam: Der ganze Krempel ist komplett von mir! Ob das ein Vor- oder Nachteil ist, muß jeder für sich selbst entscheiden... Was wollt Ihr sonst noch hier sehen? Ideen habe ich reichlich, möchte aber zuerst wissen, was Euch interessiert. Teilt es mir mit, z.B. als Kommentar. Spezielle Fragen zu mir und meiner Arbeit, Lob und Kritik aller Art ("Wie besoffen muß man sein, um so einen Mist zu verzapfen?") - egal was. Bin gespannt, wie sich das hier entwickelt... Haut rein, Ihr Eierbären! Michael P.S. Das Copyright aller Texte auf dieser Seite liegt ausschließlich bei Michael Schübeler.

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NICKELBACK – Feed The Machine (EMPIRE-Originalversion)

(BMG/Warner) 11 Tracks, 43:04 min. VÖ: 16.6.17 Da ich zu Feigheit, Heimtücke und Hinterlist nicht fähig bin, tauge ich nicht zum Extremisten, egal welcher Art. Auch anonyme Haßtiraden im Netz sind eine Art von Extremismus. Damit vergeude ich meine Zeit nicht. Deshalb habe ich auch nicht mitgekriegt, daß NICKELBACK die meistgehaßte Band des Planeten sind. [...]

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CHRISTINA STÜRMER – Seite an Seite (EMPIRE-Originalversion)

(Polydor/Universal Music)

13 Tracks, 46:34 min.

VÖ: 22.4.16

Seit mindestens zwei Ausgaben will ich diese Platte besprechen. Jünger wird sie durch meine Trödelei natürlich nicht, aber schlechter zum Glück auch nicht. Warum soll eine talentierte und engagierte Künstlerin darunter leiden, daß ich nicht in der Lage bin, den richtigen Ansatz zu finden? Außerdem hatten wir Christina Stürmer seit Ewigkeiten nicht mehr im Heft. Es wird mal wieder höchste Zeit! Ich fange also einfach mal an, ohne genau zu wissen, was mir alles ein- und auffällt und wo ich herauskommen werde. Wen ich so darüber nachdenke, will es ein Teil von mir genau so haben.

„Seite an Seite“ ist in vielfacher Hinsicht ein besonderes Album. Christina Stürmer war so stark in den kreativen Prozeß involviert wie noch nie. An acht der 13 Songs hat sie mitgeschrieben. Die Herangehensweise ist anders als bei den sechs Vorgängern. Insbesondere beim Gesang: „Die Songs sollten Druck haben, aber nicht stimmlich. Es sollte mit Leichtigkeit gesungen sein, nicht so gepreßt. Ich habe zum ersten Mal mit Kopfstimme gesungen. “Fluffig“ war das Zauberwort“, so die Österreicherin. Sicherlich mit ein Grund, warum die Balladen derart herausstechen und bei mir für Gänsehaut am ganzen Körper sorgen. Mit dem ergreifenden „Du fehlst hier“, dem fragilen „Niemals mehr für immer“ und dem sanft schwebenden „Zeppelinherz“ entsteht eine schwermütige, fast surreale Atmosphäre, die die wohligen Schauer noch verstärkt. Zum Drinversinken! Zauberschön!

Der zweite Grund: Bevor es ins Studio ging, erfuhr die 33-Jährige, daß sie schwanger ist. Da ging das Einsingen wie von selbst. Das zeigt sich bei „Niemals mehr für immer“, ihrem ersten Titel überhaupt, der direkt live aufgenommen wurde. Das Selbstbewußtsein kommt mit der Zeit, aber sie hat es sich auch erarbeitet. Vor allem hat sie sich nie mehr zugemutet, als sie bewältigen konnte.

Für die Musik gab es eine zum Gesang passende Vorgabe: Alles ein wenig leichter und ruhiger. Was nicht heißt, daß man Gedudel über sich ergehen lassen muß. Besonders angetan hat es mir das fetzige „Neue Farben“. Wäre das der Opener geworden, hätte ich mit „Seite an Seite“ wohl nicht so lange gefremdelt… „Katapult“ gibt mir nicht sonderlich viel und hat mir den Einstieg sehr erschwert. Da sind das Titelstück „Seite an Seite“ (mit der Zeile „Das Größte, was wir können, ist Mensch zu sein“ fürwahr eine „Hymne an die Menschlichkeit“!) und „Tragflächen“ ein ganz anderes Kaliber! Das es in so vielen Texten um Fliegen, Schweben und Leichtigkeit geht, ist übrigens Zufall.

„Seite an Seite“ ist nicht Christinas bestes, aber ein sehr erwachsenes Album. Die poppige Ausrichtung ist kein Nachteil, weil die Songs bis auf das platte „Tanzen“ durchweg Klasse haben. Und wer weiß, vielleicht wird ihr nächstes Werk ihr rockigstes überhaupt. Wenn sie es will, dann macht sie es!

Wer ohne viel Aufwand feststellen will, welche Reife die Künstlerin Christina Stürmer mittlerweile erreicht hat, vergleiche „Astronaut“ mit dem gleichnamigen Lied auf ihrem Debüt „Freier Fall“ von 2003. Kuriosität am Rande: Außer ihr ist mir nur eine Gruppe bekannt, die zwei eigene Stücke mit demselben Titel aufgenommen hat: Die US-Band RIOT mit „Run For Your Life“.

20 Minuten mehr Musik kriegt der Käufer der Deluxe-Version. Dabei handelt es sich um sechs Coverversionen, die Christina Stürmer bei „Sing meinen Song“ performt hat. Alle erreichen für mein Empfinden die Qualität der Originale. Besonders angetan haben es mir das rockige „Mon Amour“ von WIRTZ und „Herzbeben“ von PUR. Indem sie den Kitsch abgekratzt hat, klingt das Lied jetzt, als hätte sie es (mit)verfaßt!

 

 

 

 

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