Auf ein Wort!

Oh nein, jetzt treibt sich dieser Spacko auch noch im Netz rum!!! Tut dat Not?!? Aber hallo! Hier gibt es Interviews, Reviews und mehr. Allem gemeinsam: Der ganze Krempel ist komplett von mir! Ob das ein Vor- oder Nachteil ist, muß jeder für sich selbst entscheiden... Was wollt Ihr sonst noch hier sehen? Ideen habe ich reichlich, möchte aber zuerst wissen, was Euch interessiert. Teilt es mir mit, z.B. als Kommentar. Spezielle Fragen zu mir und meiner Arbeit, Lob und Kritik aller Art ("Wie besoffen muß man sein, um so einen Mist zu verzapfen?") - egal was. Bin gespannt, wie sich das hier entwickelt... Haut rein, Ihr Eierbären! Michael P.S. Das Copyright aller Texte auf dieser Seite liegt ausschließlich bei Michael Schübeler.

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NICKELBACK – Feed The Machine (EMPIRE-Originalversion)

(BMG/Warner) 11 Tracks, 43:04 min. VÖ: 16.6.17 Da ich zu Feigheit, Heimtücke und Hinterlist nicht fähig bin, tauge ich nicht zum Extremisten, egal welcher Art. Auch anonyme Haßtiraden im Netz sind eine Art von Extremismus. Damit vergeude ich meine Zeit nicht. Deshalb habe ich auch nicht mitgekriegt, daß NICKELBACK die meistgehaßte Band des Planeten sind. [...]

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NICKELBACK – Feed The Machine (EMPIRE-Originalversion)

(BMG/Warner)

11 Tracks, 43:04 min.

VÖ: 16.6.17

Da ich zu Feigheit, Heimtücke und Hinterlist nicht fähig bin, tauge ich nicht zum Extremisten, egal welcher Art. Auch anonyme Haßtiraden im Netz sind eine Art von Extremismus. Damit vergeude ich meine Zeit nicht. Deshalb habe ich auch nicht mitgekriegt, daß NICKELBACK die meistgehaßte Band des Planeten sind. Bei der Vorbereitung dieses Reviews begegnete mir dann an jeder Ecke, daß speziell Frontmann Chad Kroeger gedisst wird, als hätte er jedem Hater persönlich die Frau ausgespannt. Könnte sogar sein, seine Gattin Avril Lavigne hat sich ja von ihm getrennt. Meiner Ansicht nach muß man vor dem Mann eher den Hut ziehen, ist er doch der lebende Beweis, daß man sich Charisma, das man angeblich entweder hat oder eben nicht, tatsächlich erarbeiten kann. Nach „Curb“ hätte ich nie gedacht, daß er sich einmal zu dem ungemein vielseitigen Sänger entwickeln würde, der den Facettenreichtum der Musik mühelos mitgeht und bei jedem Song – gerne auch durch Verfremdung seiner Vocals – ein wenig anders klingt. Alleine die Gesangslinie von „Silent Majority“ ist einfach Wahnsinn!

Was den kreativen Output betrifft, war die Band beim Vorgänger „No Fixed Address“ einfach nicht so gut in Form wie jetzt auf „Feed The Machine“. Keine Ahnung, warum sich die Band vor drei Jahren so zurückgehalten hat. Ich weiß auch nicht, was diesmal anders war, aber die Jungs spielen ihre Qualitäten ganz anders aus. Es fällt sofort auf, wie viel variabler das neu(nt)e Werk ist, obwohl sich hierauf keine Country-, Funk- und Rap-Einflüsse befinden. Das ließen bereits die drei Singles erahnen, mit denen man seit Februar (!) angefüttert wurde. Gerade bei den rockigen Songs sind die Unterschiede riesig! „Feed The Machine“, das bedrohliche, lauernde „The Betrayal (Act III)“ und das hammermäßige „Coin For The Ferryman“ klingen viel lebendiger, grooviger, rhythmischer. Ganz andere Vibes! Die prallen nicht an dir ab wie bei „No Fixed Address“, sondern zwingen dich zur Bewegung bis zum Ausflippen. Endlich kann man vor allem das Spiel von Drummer Daniel Adair wieder ungefiltert genießen. Sein Sound und Stil sind grandios! Für einen Rhythmiker ungeheuer musikalisch, doch selbst dieser Klassemann konnte nicht verhindern, daß „No Fixed Address“ sehr leblos und statisch ausfiel. Zu einigen Songs paßte diese kalte, beinahe EBM-artige Atmosphäre sogar, der Platte als Ganzes tat das aber nicht gut. Irgendwie hielt sie den Hörer auf Distanz, ließ ihn mit einer ängstlichen, abwehrenden Aggressivität nicht an sich heran.

Bei „Feed The Machine“ ist man dagegen direkt im Geschehen, die Platte empfängt einen mit offenen Armen. Wenn man das ähnlich gelagerte „Must Be Nice“ mit dem Vorgänger vergleicht, wird ein fettes Mehr an Wucht und Spielfreude deutlich.

Und bei aller Lästerei („Golf der Rockmusik“): Einen Mega-Ohrwurm wie „Song On Fire“ kriegen nur die Kanadier zustande! Und der Bogen zum instrumentalen „The Betrayal (Act I)“, das im Stile ihres Landsmannes Rik Emmett diese grandiose Scheibe beschließt und perfekt abrundet, ist gewaltig! Dazwischen gibt es brillante Hooklines ohne Ende, mit Schmackes gezockt und alles andere als leichtgewichtig. Oh, und ein fettes Augenverdreher-Solo von Nuno Bettencourt von EXTREME in der Ausbrecher-Story „For The River“. Daß ich das fast vergessen hätte ist der beste Beweis, wie vorzüglich diese CD ist.

 

 

 

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